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Bürgergeld-Empfängerin hat zwei Kinder: Sie eint ein trauriges Schicksal

Anna-Lena und ihr Bruder Mark-André müssen mit wenig Geld im Monat auskommen. Das Bürgergeld reicht hinten und vorne nicht.

Mark Anna
© RTLZWEI, Good Times Fernsehprodu

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Es sind Worte, die traurig und betroffen machen. Eigentlich sollte doch jedem Kind in Deutschland eine schöne, eine unbeschwerte Kindheit gegönnt sein. Anna-Lena und ihr Bruder Mark-André haben das nicht. Schon früh mussten die beiden Geschwister merken, wie es ist, nicht viel Geld zu haben. Sich alles vom Mund abzusparen. Die beiden sind die Kinder von Bürgergeld (zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch Hartz4)-Empfängerin Katja.

Die drei leben in einer 90-Quadratmeter-Wohnung in der Berliner Thermometersiedlung, einem Plattenbau-Komplex im Stadtteil Lichterfelde. Eine schwierige Gegend mit viel Armut. Zahlreiche Menschen sind hier auf Bürgergeld und anderweitige staatliche Unterstützung angewiesen. In der RTL-Zwei-Sozialsendung „Armes Deutschland – deine Kinder“ klagen die beiden ihr Leid.

Große Ausgaben sind bei der kleinen Familie beispielsweise nicht drin. Die Küche ist aus den 70er-Jahren, fällt an allen Ecken und Enden auseinander. Ihre Kinder, so erklärt Katja gegenüber den RTL-Zwei-Kameras, sollten manche Schränke gar nicht erst anfassen, zu groß sei die Gefahr, dass sich die Geschwister verletzen.

Bürgergeld-Empfängerin hat zwei hochbegabte Kinder

Und auch Dinge, die für viele Kinder alltäglich sind, sie für Anna-Lena und Mark-André außergewöhnlich. Ein Gameboy beispielsweise. „Ich habe mal auf eine Sache gespart, was auch sehr lange gedauert hat. Auf den Nintendo“, berichtet der Elfjährige. Ein Jahr etwa habe das gedauert, so der Schüler. Mittlerweile sei dies jedoch nicht mehr möglich.

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Es gebe einfach zu viele Ausgaben, sagt die 13-jährige Anna-Lena traurig. Doch nicht nur die fehlenden finanziellen Mittel einen die Geschwister. Sie sind beide hochbegabt. Eine entsprechende Förderung sei mit Bürgergeld oder Hartz 4 jedoch nur schwer möglich.

„Man kann halt nicht alles finanzieren“

Eine schwere Situation auch für Mama Katja. „Man kann halt nicht alles finanzieren, und das bereitet mir auch Kopfschmerzen, ich würde ganz gerne mehr machen, aber ich kann es finanziell nicht. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, das funktioniert einfach nicht“, so die 46-Jährige. Sie will unbedingt arbeiten, will nicht die nächste „Hartz 4-Generation heranziehen“.



Mit einfachen Mitteln versucht sie trotzdem, ihre Kinder zu fördern. Mit Spielen beispielsweise. Während Anna-Lenas Begabung im Sprachlichen liegt, ist Mark-André im logischen Denken sehr stark. „Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich mir eine bessere Förderung wünschen. Kinder, die aus Familien kommen, die mehr Geld haben, können vielleicht schon Vorteile haben“, sagt Anna-Lena traurig. Sie weiß ganz genau, ihr werden vermutlich einige Türen verschlossen bleiben. Ein trauriger Gedanke – für sie und ihren Bruder.