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Ben Zucker in Bochum: Sänger verabschiedet sich – kurz darauf klingt DAS aus der Halle

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Ihre Musik können Schlager-Fans im Schlaf mitsingen. Wir stellen einige der größten deutschen Schlager-Stars vor.

Es ist mittlerweile Alltag bei größeren Konzerten. Kaum ist der letzte Song erklungen, strömen die Massen gen Ausgang. Klar, nichts nervt nach einem gelungenen Musikabend mehr, als noch stundenlang im Stau auszuharren. Aber nicht immer ist der schnelle Abgang eine gute Idee. Warum? Das bewies Ben Zucker am Dienstagabend beim Zeltfestival Ruhr.

Es war eine emotionale, eine aufreibende Show, die der Sänger mit der markanten Reibeisenstimme in Bochum geboten hat. Eine Show, die deutlich offenbarte, welchen Weg Ben Zucker in den vergangenen Jahren gegangen ist.

Ben Zucker in Bochum: Der Mann hat sich gemacht

Wir erinnern uns: Genau fünf Jahre ist es her. Fast schüchtern stand Ben Zucker damals auf den riesigen Arenabühnen. Neben ihm Helene Fischer. Die Schlagerkönigin hatte ihn auf ihre große Arenatour mitgenommen. Doch kaum erhob der heute 39-Jährige seine Stimme, war es um seine ruhige Art geschehen. Schon damals konnte er die Massen zum Staunen bringen.

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Das ist Ben Zucker:

  • Ben Zucker heißt eigentlich Benjamin Fritsch
  • Er ist in Berlin aufgewachsen
  • Beim Schlagercountdown von Florian Silbereisen wurde Zucker berühmt

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Heute ist das nicht anders. Fast spielend gelang es „Benjamin“, wie seine Mutter ihn manchmal tadelnd nennt, die Zuschauer im Sparkassenzelt zu Bochum zu dirigieren. Eine kleine Anekdote da, eine Umarmung hier. Und dazu immer wieder diese Stimme. Diese unverwechselbare, raue Stimme.

„Wer sagt das?!“, „Ich weine nicht um dich“, „Dazwischen bin ich“ –Zucker fand die perfekte Mischung aus seinen bisherigen drei Alben. So perfekt, dass die Fans gleich zweimal „Oh wie ist das schön“ anstimmten. Einmal nach 20 Minuten und einmal kurz vor Schluss. Vermutlich kein ganz schlechtes Zeichen für einen Künstler.

Ben Zucker: „Macht mich doch nicht verlegen“

„Macht mich doch nicht verlegen. Ich werde doch in der Öffentlichkeit als starker Mann verkauft. Das könnt ihr doch nicht mit mir machen“, stammelte der 39-Jährige sichtlich angefasst, um kurz darauf wieder eben jene Fassung zu finden und weiterzumachen. Ein Gang durchs Publikum, ein Flirt mit den Fans. „Kommt schon Bochum, auf geht’s“ – der Mann weiß wie es geht. Der Mann hat seinen Stil gefunden. Ein Stil, bei dem es wohl niemand wundern würde, wenn er selbst in zwei, drei Jahren die Stadien füllt.

Und auch, wenn Ben Zucker anfangs im Spaß angekündigt hatte, doch sechs Stunden spielen zu wollen, schien das Konzert nach einer Zugabe – natürlich „Was für eine geile Zeit“ – sein Ende zu finden. „Bleibt schön gesund. Kommt gut nach Hause. Vielleicht sehen wir uns bald wieder“, rief Zucker den Scharen an Menschen zu, die bereits das Sparkassenzelt verließen – und sich kurze Zeit später noch einmal verwirrt umdrehten.

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Denn nach dem vermeintlichen Ende erklangen doch noch einmal Töne aus dem Zelt. Leise, bedächtige Töne. Ben hatte sich erneut das Mikro geschnappt und sang zum Abschied „Auf uns“. „Heb‘ noch mal mein Glas auf uns. Die Sorgen sind für den Moment ertrunken“, heißt es darin. Besser lässt sich dieser Abend wohl nicht zusammenfassen.