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ARD-Star Eckart von Hirschhausen: „Ich hoffe, dass die Wissenschaft sich irrt“

ARD-Moderator und Mediziner Dr. Eckart von Hirschhausen spricht mit deutlichen Worten über die Klimakrise in Deutschland.

© IMAGO/Panama Pictures

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Er ist einer der klügsten Deutschen, und einer der unterhaltsamsten noch dazu: Dr. Eckart von Hirschhausen. Der Arzt und ARD-Moderator ist Vertreter der Bewegung „Scientiests for Future“, gründete die Stiftung „Gesunde Erde Gesunde Menschen“, setzt sich vehement für den Klimaschutz ein.

Am Freitagabend war Dr. Eckart von Hirschhausen in Düsseldorf beim „Deutschen Nachhaltigkeitspreis“. Im Gespräch mit dieser Redaktion bekräftigte der 56-Jährige noch einmal seine Forderungen für mehr Investitionen in den Klimaschutz. Überraschte aber auch mit einigen Aussagen.

ARD-Star Dr. Eckart von Hirschhausen: „Rede ehrlich gesagt, gar nicht so gerne über Nachhaltigkeit oder Klima“

„Ich rede ehrlich gesagt, gar nicht so gerne über Nachhaltigkeit oder Klima. Diese Wörter sind inzwischen so abgegriffen. Aber wenn man sich eines klarmacht: Gesundheit beginnt nicht mit einer Tablette, einem MRT oder einer Operation. Sondern Gesundheit beginnt, mit der Luft, die wir atmen, mit dem Wasser, das wir trinken können, mit den Pflanzen zum Essen, mit erträglichen Temperaturen und einem natürlichen Miteinander. Jeden Tag sehen wir in den Nachrichten, alle fünf Lebensgrundlagen von uns sind extrem in Gefahr, und nichts davon wird von alleine besser“, so Hirschhausen.

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Man müsse nun ganz schnell ein Jahrhundertproblem lösen, so der ARD-Moderator, für das man weniger als zehn Jahre Zeit habe. Er verstehe nicht, warum man nicht das Corona-Geld umwidmen könne. „Die Wahrheit ist: Corona fiel nicht vom Himmel. Dass Viren von Tieren auf Menschen übertragen werden, hat im Kern sehr viel mit Klimakrise zu tun. Das hat mit Artenverlust zu tun, und dem Verlust von zusammenhängenden Gebieten. Mit Wildtierhandel und und und. Das heißt, hätte man jemanden, der sich auskennt, gefragt, wäre die Urteilsbegründung sehr leicht gefallen, zu sagen, damit wir nicht so schnell wieder eine Pandemie haben, die uns die Kinder und Jugendlichen krank gemacht hat, die uns die Wirtschaft lahmgelegt hat, die uns alle bis heute zermürbt… Damit wir das nicht nochmal so schnell haben, widmen wir dieses Geld um. Machen Klimaschutz als Gesundheitsschutz und verstehen endlich, dass das teuerste, was wir jetzt tun können, ist, nichts zu tun“, so von Hirschhausen.


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Und auch angesprochen auf die letzten Äußerungen von Klima-Ikone Greta Thunberg wird Dr. Eckart von Hirschhausen deutlich. „Mein Anliegen von diesem Kerngedanken Lebensgrundlagen schützen, gesunde Menschen gibt es nur auf einer gesunden Erde, gehört weder einer Bewegung, noch einer Partei, noch irgendeiner privaten Person oder irgendwelchen politischen Agitateuren“, so der Mediziner. Man sei sich in Deutschland seit Jahren der Warnung bewusst. „Ich bin zum ersten Mal in der Situation, dass ich hoffe, dass die Wissenschaft sich irrt. Aber sie tut es nicht. Alles, was wir jetzt gerade erleben, ist ein Desaster mit Vorankündigung. Mit wissenschaftlicher Begründung. Deswegen finde ich es wichtig, dass wir uns immer wieder klarmachen: Früher hat man geglaubt, was man nicht wissen konnte, heute wollen wir nicht glauben, was wir bereits wissen.“

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