„Die Höhle der Löwen“ auf Vox: Junge Gründerin stellt ihr Unternehmen vor – Thelen und Maschmeyer sind fassungslos

Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Frankfurt. Mit ihrem kleinen Hund Balu im Gepäck will die 25-jährige Lisa Jedlicki die Jury bei „Die Höhle der Löwen“ auf Vox überzeugen. Sie hat „Walkie - die Gassigeh-App“ gegründet. Eine App, die sicherstellen soll. dass Vierbeiner auch zu ihrem Spaziergang kommen, wenn die Besitzer zu beschäftigt sind. Aber: Kommt die Hunde-App bei den „Löwen“ an?

Unterstützt wird die junge Gründerin von Anna-Alexia Hoffmann (28).

„Höhle der Löwen“ bei VOX: Lässt sich die Jury von einer Hunde-App überzeugen?

Lisa, die einen Master in International Marketing in London gemacht und schon in New York gearbeitet hat, sagt vorab zu ihrem Produkt: „Mein Start-up bedeutet mir alles. Ich hab meine Energie, mein Herblut, meine Leidenschaft hineingesteckt.“ Die 25-Jährige ist mit Hunden aufgewachsen und möchte allen Hundebesitzern helfen. Als sie vor die Jury bei „Die Höhle der Löwen“ tritt, sagt sie deshalb: „Wir vereinfachen Hundebesitzern den Alltag und tun gleichzeitig den Vierbeinern etwas Gutes.“

Für „Walkie“ braucht sie stolze 300.000 Euro von den Investoren und würde dafür 20 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Um Nähe zu den Investoren aufzubauen, fragt sie auch gleich, wer von den Löwen Hundebesitzer ist. Die Hände von Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Dagmar Wöhrl gehen nach oben.

Also werden sie sicher verstehen, wenn die Zeit für einen Spaziergang mit dem Hund mal fehlt. Dank der App soll ein vertrauenswürdiger Gassigeher, der von den Gründern vorab geprüft wird, nur drei Klicks entfernt sein. Dieser holt deinen Hund dann am gewünschten Ort ab.

Hundebesitzer können ihren Hund über Live-Tracking verfolgen

Der Hundebesitzer kann über Live-Tracking sehen, wo sein Vierbeiner sich befindet und ob er sein Geschäft verrichtet hat - Frank Thelen fasst sich bei dieser Aussage an den Kopf.

Eine 40-minütige Gassistrecke kostet 12 Euro, eine Stunde 15 Euro und für 20 Euro wird der Hund ganze 90 Minuten ausgeführt.

Seit Februar 2017 kannst du Walkie im App-Store herunterladen. Bisher haben das aber nur 6.800 Nutzer getan. Denn die App gibt es bislang nur in Frankfurt und München und verzeichnet 500 aktive User.

80 Walkies konnten in Frankfurt und 50 in München engagiert werden.

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„Die Zahlen sind doch grausam“, kontert Carsten Maschmeyer sofort. Bei so wenig Walks würde sich doch jeder Walkie einen lukrativeren Nebenjob suchen, meint er.

„Die Zahlen sind nicht der Grund, warum einer von ihnen investieren sollte“, macht Gründerin Lisa deutlich. Sie weist auf ihre bereits bestehende vollfunktionsfähige Plattform hin, einen PR-Partner und Erwähnung in den Medien. „Wir haben einen Medienwert von 450.000 Euro kreiert“, sagt sie stolz.

Investor Frank Thelen ist fassungslos

Doch Frank Thelen beharrt darauf und will seinen Blick auf genau diesen Zahlen lassen. „Dann habt ihr das Geld aber Scheiße ausgegeben“, lautet sein rigoroses Urteil. „Wenn ihr für 450.000 Euro nur 6.800 Downloads geholt habt.“ Der Investor ist fassungslos.

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„Dann ist das wirklich grober Blödsinn. Entweder ist der Mediawert Blödsinn oder du hast die schlechteste Kampagne gemacht, die ich jemals gesehen habe. Aus diesem Grund steige ich aus“, meint Frank Thelen.

Maschmeyer findet 1,5 Millionen Firmenwert auch viel zu hoch. „Sie hätten sich einen Gefallen getan, wenn Sie gesagt hätten, Sie stehen noch ganz am Anfang“, sagt er und spricht sich ebenfalls gegen eine Investition aus.

Die Investoren machen einen Rückzieher

Und so machen auch die anderen Löwen nach und nach einen Rückzieher, auch obwohl sie die beiden Gründerinnen sehr sympathisch fanden.

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Die letzte Chance sehen die Gründerinnen bei Dr. Georg Kofler. Sein Plädoyer fängt positiv an, er mahnt die viel zu hohe Firmenbewertung auch nicht ab, findet die beiden jungen Frauen sympathisch. Doch dann die Kehrtwende. Da er kein Hundebesitzer ist, kann er mit dem Produkt leider nichts anfangen. Er habe keine Erfahrungswerte und lehnt den Deal auch ab.

„Wir bleiben positiv. Es geht weiter“

„Wir bleiben positiv. Es geht weiter“, sagt Lisa traurig nach dem knallharten Jury-Urteil. Jetzt heißt es abwarten, ob sich noch ein Investor findet.

 
 

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