Straßenbau-Projekte brennen auf den Nägeln
22.04.2009 | 18:57 Uhr 2009-04-22T18:57:00+0200Kreisgebiet. Die aktuellen Straßenbauvorhaben im Kreisgebiet Olpe waren jetzt Gegenstand eines Gesprächs, das der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhard Jung aus Schönau mit Ludger Siebert, dem Leiter der Regionalniederlassung Südwestfalen des Landesbetriebs Straßen NRW, in Siegen führte.
Siebert wies darauf hin, dass für die Landesstraßen in unserer Region in diesem Jahr insgesamt weniger Geld zur Verfügung steht als 2008. Bedingt durch den Sturm „Kyrill” konnten im vorigen Jahr zusätzliche 14 Millionen Euro für die Sanierung der Landesstraßen ausgegeben werden.
Jung sprach den aus seiner Sicht „dringend gebotenen" dreispurigen Ausbau der Bigge-Randstraße (Landstraße 539) zwischen Olpe und Finnentrop an. Ludger Siebert pflichtete dem bei: „Es sind hier aber noch umfangreiche Planungen notwendig, so dass frühesten 2013 mit dem Ausbau begonnen werden kann", so der Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßen NRW. Allerdings werde schon in diesem Jahr in der Ortsdurchfahrt Heggen (Finnentrop) ein Kreisverkehr gebaut; zudem sei in diesem Bereich eine Deckenerneuerung vorgesehen.
Bahnübergang
Finnentrop forcieren
Weiter wies Siebert auf die geplante Überbau-Erneuerung der Talbrücke Sondern hin, die im aktuellen Bauprogramm mit immerhin acht Millionen Euro veranschlagt ist. Mit diesen umfangreichen Arbeiten an der Bigge wird in Kürze begonnen. Auch an der Listertalsperre werde die Fahrbahndecke zwischen Windebruch und Schnüttenhof (Landstraße 708) noch in diesem Jahr erneuert, so Ludger Siebert.
Ferner wies er auf weitere bevorstehende Straßenbaumaßnahmen im Repetal hin, das dann im Jahr 2010 durchgehend saniert sei. Dort und auch in einigen anderen Bereichen des Kreises Olpe werde zudem das Angebot an Radwegen verbessert und erweitert.
Über 16 Millionen Euro sind für die Beseitigung bzw. Verlegung des herkömmlichen Bahnübergangs in Finnentrop eingeplant. Dazu erklärte Ludger Siebert: „Dieses für den Kreis Olpe besonders wichtige Projekt wird sich jedoch weiter verzögern, da es noch offene Fragen gibt. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ist nicht einfach, denn die Zuständigkeiten innerhalb des DB-Konzerns sind oft nicht klar."
Jung, auch stellvertretender Vorsitzender der Parlamentarischen Gruppe Bahn (PGB) im Düsseldorfer Landtag, bedauerte die erneute Verzögerung in Finnentrop und kündigte an, „auch in meinen Gesprächen mit maßgeblichen Vertretern der DB eine schnelle Lösung dieses Problems einzufordern".
Abschließend sprach Jung „zwei weitere Sorgenkinder in Sachen Straßenqualität" an: die Landstraße 553 von Kirchhundem in Richtung Rhein-Weser-Turm und Wittgenstein sowie die Landstraße 713 von Würdinghausen über Heinsberg und die Höhe nach Hil-chenbach.
Zwei „Sorgenkinder”
in Kirchhundem
Beide Straßenabschnitte sollen in den kommenden Jahren - so Ludger Siebert - im Rahmen eines PPP-Projektes (Public-Private-Partnership) von einem privaten Tiefbauunternehmen grundlegend saniert und anschließend instandgehalten werden. Das Land zahlt dem privaten Unternehmen dafür jährlich einen Geldbetrag. Derzeit läuft die Ausschreibung. Laut Siebert gibt es genügend Wettbewerber, darunter auch heimische Mittelständler.
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