Bochumer Know-How strahlt bis nach Chile aus
01.10.2009 | 13:34 Uhr 2009-10-01T13:34:00+0200Bochum. An der Technischen Universität Valparaiso entsteht ein Geothermiezentrum nach dem Vorbild der Hochschule Bochum.
Bochum & Erdwärme – diese Kombination ist ganz klar zukunftsträchtig. Wie berichtet, entsteht an der Hochschule Bochum (HBO, vormals Fachhochschule) ein bundesweit einzigartiges Geothermie-Zentrum, das die Bedingungen und Möglichkeiten der Nutzung von Erdwärme erforschen und für die Praxis anwendbar machen soll. Das inzwischen in Bochum versammelte Know-How über diese als Schlüsselenergie der Zukunft aufgefasste Wärmenutzung strahlt bereits aus: Im Beisein von Wirtschaftsministerin Christa Thoben und Vertretern der Regierung von Valparaiso, Chile, unterzeichnete der Bochumer Geothermie-Professor. Dr. Rolf Bracke dieser Tage ein Kooperationsabkommen mit der Technischen Universität Santa Maria (USM) in Valparaiso.
Ziel des Abkommens
ist der Aufbau eines Geothermiezentrums nach nordrhein-westfälischem Vorbild. Geplant ist u.a. ein Pilotprojekt des neuen Zentrums, mit dem die geothermische Energieversorgung verschiedener Krankenhäuser in der südamerikanischen Region realisiert werden soll. Beide Institutionen haben außerdem gemeinsame Forschungsarbeiten zur Entwicklung der geothermischen Kraftwerkstechnik in Chile vereinbart. „Mit diesem Abkommen zeigt sich der international herausragende Ruf des Geothermiezentrums in Bochum und die in Zukunft weiter steigende Bedeutung der Erdwärme als Energiequelle”, spendierte Ministerin Thoben Lob.
Der Technologie- und Informationsaustausch
zwischen beiden Forschungszentren soll schrittweise ausgebaut werden. Die Vernetzung beginnt mit dem Austausch von chilenischen und nordrhein-westfälischen Wissenschaftlern und Studierenden. Pro Semester werden je zwei Studierende von Chile nach Bochum gehen und umgekehrt. Bereits ab Oktober werden die ersten Wissenschaftler aus NRW gemeinsam mit den chilenischen Kollegen an einem Pilotprojekt zur geothermischen Energieversorgung von mehreren Krankenhauskomplexen im Bundesstaat Valparaiso arbeiten. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Forschung zu geothermischen Kraftwerken in Chile sein.

13:20
Vor lauter Begeisterung sollte Wissenschaft und Politik nicht vergessen längst überfällige Rahmenbedingungen für Erdwärmebohrungen festzulegen.
Hätten Techniker/Wissenschaftler nicht nur das Loch im Kopf, sondern such deren mögliche Auswirkungen, wären Unglücke wie in Kamen und Staufen vermieden worden.
13:07
Es freut mich sehr, dass Hochschulen in Deutschland und Chile miteinander kooperieren.
Wenn die Zusammenarbeit noch dazu im Bereich der Umwelttechnik/Erneuerbaren Energien stattfindet, dann bereitet es mir noch größere Freude, weil ich mich selber ein paar Jahre lang sehr intensiv mit diesen Themen beschäftigt habe.
:.-)
Und dann ist diese deutsche Hochschule auch noch ganz in der Nähe unseres derzeitigen Wohnsitzes ... Sehr schön! Weiter so!
Viele Grüße aus Holzwickede ... und muchos saludos auch an die Forscher im Austausch aus Chile
Frank