Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Panorama

Grausamer Fund

22.03.2013 | 12:50 Uhr

Unfassbares Drama in München: Eine psychisch kranke Frau hat ihre tote Mutter acht Monate lang in der gemeinsamen Wohnung verwesen lassen. Sie habe kein Geld für die Beerdigung gehabt, erklärte die 39-Jährige nach Polizeiangaben vom Freitag zur Begründung.

München (dapd). Unfassbares Drama in München: Eine psychisch kranke Frau hat ihre tote Mutter acht Monate lang in der gemeinsamen Wohnung verwesen lassen. Sie habe kein Geld für die Beerdigung gehabt, erklärte die 39-Jährige nach Polizeiangaben vom Freitag zur Begründung.

Ein Gerichtsvollzieher sollte die Wohnung im Stadtteil Moosach am Donnerstag besichtigen und schätzen. Dabei erwähnte die Frau, dass ihre Mutter seit langem tot sei. Alarmierte Beamte fanden die Leiche der 70-Jährigen auf einer Schlafcouch. Sie war bereits stark skelettiert und mumifiziert.

Die Obduktion ergab, dass die Seniorin eines natürlichen Todes starb. Wahrscheinlich war sie herzkrank. Warum die Tochter seit Juli 2012 neben der Toten lebte, sei nur schwer nachvollziehbar, sagte ein Polizeisprecher. Hätte sie sich an die Behörden gewandt, wäre ihr sicher bei den Bestattungskosten geholfen worden.

Den Angaben zufolge leidet 39-Jährige an psychischen Problemen. Sie begab sich deshalb freiwillig in stationäre Behandlung. Die Wohnung wurde von der Polizei versiegelt. Ein Nachlassgericht kümmert sich jetzt um das weitere Vorgehen.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
S-Bahnen in NRW sollen bald wieder mit Außenwerbung auf den Zügen herumfahren. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Wal-Kuh mit Kalb in der Ostsee - Forscher feiern Sensation
Wale
Für Experten ist das eine "Buckelwal-Sensation hoch zwei": In der Ostsee schwimmt eine Walmutter mit ihrem Kalb. Die neugierigen Tiere sind vermutlich Fischschwärmen gefolgt. Ein Kajakfahrer hatte die Tiere zuerst in der Ostsee entdeckt.
Deutsche Touristin offenbar in Kenia erschossen
Kenia
Eine 28-jährige Touristin aus Deutschland ist in der kenianischen Stadt Mombasa auf offener Straße erschossen worden. So berichtet es am Freitag eine örtliche Zeitung. Die deutsche Botschaft hat den Vorfall noch nicht bestätigt.
DLRG will leichtsinnige Schwimmer für Rettung zahlen lassen
Badeunfälle
Schwimmern, die sich trotz Warnung in Lebensgefahr bringen, sollen die Kosten für ihre Rettung tragen. Über eine derartige Regelung denkt die DLRG zurzeit nach. In den vergangenen Tagen hatte es bundesweit etliche Badeunfälle gegeben. Einige geschahen durch Unvernunft und Missachtung roter Flaggen.
Jugendämter nehmen so viele Kinder in Obhut wie nie zuvor
Behörden
Wenn Eltern mit der Betreuung ihres Nachwuchses völlig überfordert sind - oder Kindern und Jugendlichen aus anderen Gründen Gefahr droht, greifen die Behörden ein. Offenbar wird dies immer öfter notwendig. Denn noch nie haben die Jugendämter so viele Kinder in Obhut genommen wie im vergangenen Jahr.
Juden und Muslime küssen sich auf Twitter für den Frieden
Online-Kampagne
Der Gaza-Konflikt tobt auch in den sozialen Netzwerken. Fotos von getöteten Kindern und Raketeneinschlägen fachen den Hass an. Doch nicht alle machen mit. "Wir wollen keine Feinde sein", verkünden Muslime und Juden gemeinsam im Netz und küssen sich auf Twitter und Co. für den Frieden.