Veröffentlicht inWirtschaft

ThyssenKrupp sieht sich im Aufwind

Thyssen-Krupp sieht sich im Aufwind

Bilanzpressekonferenz im ThyssenKrupp Quartier in--543x199.jpg
Foto: WAZ FotoPool
Der ThyssenKrupp-Konzern hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (1. Oktober 2010 bis 31. März 2011) seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. Auftragseingang um Umsatz wuchsen nach Unternehmensangaben zweistellig.

Essen. 

Die Geschäfte des Essener Stahlkonzerns ThyssenKrupp laufen prächtig. Im laufenden Geschäftsjahr verbuchte der Konzern einen um 22 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro gewachsenen Auftragseingang. Der Umsatz stieg um 21 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 770 Millionen Euro.

Das Ergebnis ist belastet durch Verluste von Thyssen-Krupp Steel America in Höhe von 697 Millionen Euro, die der Konzern auf das Anfahren des neuen Stahlwerks zurückführt. Im Vorjahreszeitraum betrug der Verlust noch 150 Millionen Euro. Für Steel Americas erwartet Thyssen-Krupp ab dem nächsten Quartal deutliche Verbesserungen, da die zweite Batterie der Kokerei Ende April ihren Betrieb aufgenommen hat. Die anderen Konzernbereiche konnten von den Verlust in Amerika aber ausgleichen.

ThyssenKrupp erwartet bis zu 15 Prozent mehr Umsatz für 2011

In den guten Zahlen sieht der neue Konzernchef Heinrich Hiesinger einen Beleg, dass die eingeleiteten Strukturverbesserungen im Unternehmen greifen: „Wir profitieren von steigenden Mengen und Preisen im Werkstoff- und Komponentengeschäft. Das Aufzugsgeschäft und den Anlagenbau kennzeichnen eine hohe Planbarkeit auf Basis eines starken Auftragsbestands mit hoher Ergebnisqualität.“

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erwartet Thyssen-Krupp eine Steigerung des Umsatzes um zehn bis 15 Prozent auf 42,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen von voraussichtlich zwei Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr davor hatte der Gewinn 1,2 Milliarden Euro betragen.

Hiesinger kündigte an, die Verschuldung des Konzerns weiter senken zu wollen. Dazu plant der Konzern einen tiefgreifenden Umbau. Erst vor wenigen Tagen wurden die Pläne bekannt, dass ThyssenKrupp die Edelstahl- und Autozuliefer-Sparten verkaufen will – insgesamt geht es um Bereiche mit zusammen 35.000 Mitarbeitern. Über sein Konzept berät an diesem Freitag der Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat.