Oberhausen

Schalke-Fan Christian aus Oberhausen hat 1315 Trikots gesammelt - doch ein ganz besonderes fehlt ihm noch

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  • Christian König sammelt Trikots
  • Der Oberhausener hat bereits 1.315 Exemplare in seiner Sammlung
  • Seiner Frau, einem BVB-Fan, hat er versprochen: „Bei 1904 ist Schluss“

Oberhausen. Wenn ein Schalke-Fan freiwillig ein BVB-Trikot in den Händen hält, dann hat er meist eine Wette verloren. Bei Christian König (53) ist das etwas anders. Der Oberhausener hat auch nicht nur ein Trikot des Rivalen im Schrank, sondern gleich sechs!

Warum? König ist Trikotsammler und als solcher wollte er von jedem Verein der Bundeliga ein Trikot besitzen. „Da kommt man nicht herum um Trikots von dieser Kommanditgesellschaft auf Aktien“, erklärt der 53-Jährige mit einem Augenzwinkern über den Börsengang des ungeliebten Rivalen von der Ruhr.

Wer sich trotzdem Sorgen um das Mitglied der Schalker Fan-Gemeinde macht, dem sei gesagt: Im Schrank des Oberhauseners liegen satte 110 Schalke-Trikots. Und das noch nicht alles - bei weitem nicht!

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Schalke Trikot mit BVB-Beflockung

In seinem Haus in Oberhausen hat Christian König gewissermaßen ein Museum eingerichtet. Wer sich durch die heilige Halle seines Trikot-Zimmers mit 1.315 Trikots (Stand: 6. Dezember 2017) führen lässt, darf eine Reise durch die Zeit mitmachen.

Da liegt ein Torwart-Trikot von Schalkes Norbert Nigbur von 1975 neben echten Unikaten wie einem grauen Schalke-Trikot aus der Saison 2001/2002 mit der gelben Rückennummer 22 von Marcio Amoroso.

Hintergund: Christian Königs Ehefrau ist BVB-Fan und hatte sich zu Weihnachten ein schwarz-gelbes Trikot gewünscht. „Da habe ich das Schalke-Trikot in einem Fan-Shop in der Nähe von Lüdenscheid beflocken lassen“, erklärt er. „Meine Frau hat ihre Freude gar nicht so richtig zeigen können“, sagt er mit breitem Grinsen.

Highlight für alle Schalke-Fans

Was der Oberhausener dann aus seinem Schrank zaubert, wird allen Schalke-Fans eine Gänsehaut auf die Pelle treiben: Ein Trikot von Ivan Zamorano. Aber nicht irgendeines. Sondern das, was der Stürmer-Star 1997 im Uefa-Cup-Finale gegen den FC Schalke 04 getragen hat.

Über einen Kontakt aus Italien hat er es damals „für einen guten Preis“ bekommen. Jemand, der jemanden kennt, der wieder jemanden kennt. Oft komme er so an Trikots, von denen viele Fußball-Fans nur träumen.

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So kommt König an seine Trikots

Außerdem war er selbst als Polizist in der Hundertschaft in vielen Stadien unterwegs und habe sich nach und nach ein Netzwerk aufgebaut. Aufgrund der Nähe gehe er auch oft zu Rot-Weiß Oberhausen und „bei dem ein oder anderen Verein kenne ich auch den Zeugwart ganz gut.“

Häufig kommt er so an begehrte Einzelstücke. Auch im Internet werden ihm oft Trikots angeboten, aber „meist verlangen Leute astronomische Summen oder wollen einen über's Ohr hauen“, bedauert der Oberhausener.

„Bei 1904 höre ich auf“

Auch Freunde und Kollegen stecken ihm hier und da mal ein Trikot zu, sodass seine stattliche Sammlung mittlerweile eine komplette Schrankwand in seinem Haus in Oberhausen einnimmt.

„Bald muss ich wieder umbauen, damit alles reinpasst“, sagt König. Ob das irgendwann mal aufhört? „Ich habe meiner Frau versprochen, dass bei 1904 Schluss ist“, so der leidenschaftliche Sammler.

Dabei macht er allerdings nicht den Eindruck, als ob er einfach so aufhören könnte. „Vielleicht lege ich mir auch irgendwo eine Schatten-Sammlung zu“, gibt er dann zu und muss lachen.

Wie alles begann

Sein allererstes Exemplar war übrigens ein Auswärtstrikot des 1.FC Bocholt von 1980/81. Christian König wuchs als Kind in Bocholt auf und spielte in der Jugend des 1. FC. Damals kickte der Verein noch in der 2. Bundesliga.

Vorher wollte er aber immer ein Trikot seines Herzensvereins. Doch sein Vater konnte ihm den Wunsch in den 1970ern noch nicht erfüllen. So ging Christian König ohne eigenes Trikot am 11.Dezember 1971 zum Spiel der Schalker gegen den FC Bayern München in die heimische Glückaufkampfbahn.

„Aus dem Spiel habe ich leider kein Trikot“, bedauert König. Aber vielleicht kennt ja irgendwann mal jemand irgendjemanden, der jemanden kennt.

 
 

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