Oberhausen

„Hundeflüsterer“ Cesar Millan verrät in Oberhausen: Das solltest du auf keinen Fall tun, wenn du einen Hund hast!

Cesar Millan in Oberhausen auf der Bühne.
Cesar Millan in Oberhausen auf der Bühne.
Foto: Diana Langer

Oberhausen. „Ihr seid das Problem, nicht eure Hunde“, ruft der „Hundeflüsterer“ Cesar Millan (58) während seiner Show in Oberhausen am Sonntagabend. Der Hundetrainer und TV-Star (Sixx) kam am Sonntagabend für eine Live-Show nach Oberhausen. Er trat vor 6000 Menschen auf.

Laut Cesar würden viele Menschen ihrem Hund beibringen, dass die ganze Welt gefährlich sei. Wenn beim Spaziergang ein anderer Hund oder Mensch entgegen komme, werde das eigene Tier sofort an die kurze Leine genommen. Der kleine Liebling könnte sonst zum Beispiel zu stürmisch sein. Doch genau das ist falsch!

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Cesar Millan klärt Gedanken eines Hundes

Für den Hund würde diese angespannte Situation einfach nur Gefahr bedeuten. Der andere Hund oder Mensch macht das Herrchen oder Frauchen nervös, also muss dieses Wesen schlecht sein. Laut Cesar denkt der Hund dann etwa Folgendes: „Du machst meine Mama nervös? Ich bring dich um!“

Stattdessen sollte immer Ruhe bewahrt werden. Klar, dass ist nicht einfach, aber es sei das A und O. „Die eigene Stimmung überträgt sich von der Leine auf den Hund“, sagt Cesar Millan während seiner Show. Ein ausgeglichener Besitzer habe auch gleich einen viel ausgeglicheneren Hund.

„Mein Herrchen ist emotional instabil.“

Zwar müsse die Erziehung noch Regeln, Grenzen und Einschränkungen enthalten, doch ohne die richtige Einstellung ginge gar nichts. Wann immer er einen neuen Klienten betreue, würden die Hunde ihm ausnahmslos sagen: „Mein Herrchen ist emotional instabil.“ Das gelte für wirklich jeden Hund egal, ob ängstlich oder aggressiv.

Der Hundeflüsterer rät also allen: Erst einmal entspannen und die Leine locker halten, bevor der Hund für alles verantwortlich gemacht wird.

Peta demonstrierte vor der Show

Cesar Millan ist nicht unumstritten. Tierschutzorganisationen wie Peta kritisieren seine rabiaten Methoden. Vor der Show demonstrierten Aktivisten gegen Millan.

„Die Leute glauben ja, dass es ihren Hunden hilft, weil sie es im Fernsehen gesehen haben“, sagt Jenny Lerch, Leiterin des Peta Zwei Streetteams Dortmund. Die 34-Jährige habe selbst eine Straßenhündin, die sie ohne Gewalt erzogen habe.

Erst kannte sie Cesar Millan gar nicht, wurde dann aber auf rabiate Weise auf seine Methoden aufmerksam gemacht. „Ich war spazieren, als eine Frau ihren Hund schlug, da habe ich dann was gesagt“, erzählt sie. Die Frau versuchte ihren Hund wie im Fernsehen zu erziehen.

 

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