Centro Oberhausen: Notfall! 20 Freiwillige werden aus Riesenrad gerettet

Centro, Limbecker Platz, Kö - das sind die beliebtesten Shoppingziele in NRW

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Wer am Centro Oberhausen vorbei und entlang der Promenade spaziert, der kommt am Riesenrad nicht vorbei. In 55 Metern Höhe können die Fahrgäste einen Blick über die Stadt wagen. Sollte in dem Moment bei dem Fahrgeschäft plötzlich der Strom ausfallen, wäre das wohl für so ziemlich alle Beteiligten der Horror.

Doch genau das ist am Sonntag beim Riesenrad am Centro Oberhausen passiert. 20 Personen mussten von ganz oben gerettet werden. Das Verrückte daran: Der Stromausfall war geplant.

Centro Oberhausen: 20 Personen steigen in Riesenrad und müssen dann gerettet werden

20 mutige Personen hatten sich für das Wagnis am Sonntag (26. Juni) freiwillig gemeldet. Der Eintritt war frei und den Menschen wurde eine ganz besondere Fahrt im „EYE55“ versprochen. So gehörte die Fahrt inklusive Stromausfall zu einer Sicherheitsübung.

„Es ist extrem wichtig, sein Fahrgeschäft so gut wie möglich zu kennen“, schreibt Thomas Meyer, aktueller Inhaber des Riesenrades auf der offiziellen Homepage. „Da hilft es, bestimmte Notfallsituationen einfach mal zu simulieren.“

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Das ist das Centro Oberhausen:

  • Einkaufszentrum mit über 250 Geschäften und 125.000 Quadratmetern Verkaufsfläche
  • Wurde von 1994-1996 gebaut, Kosten: zwei Milliarden DM
  • Wurde am 12. September 1996 eröffnet
  • Die Essensmeile „Coca-Cola-Oase“ ist mit 1100 Plätzen die zweitgrößte Europas
  • Kostenlose Parkplätze für 14.000 Pkw

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Unter Aufsicht von Meyers Sohn Hans und Techniker Luciano Borgo wurde der Ernstfall an diesem Sonntag geprobt. „Sobald der Strom weg ist, lassen sich die Motoren nicht mehr bewegen. Um evakuieren zu können, müssen wir die Bremsen lösen und dann mit unserer eigenen Muskelkraft und der Schwerkraft arbeiten,“ erklärt Borgo.

Centro Oberhausen: Ende gut, alles gut – Horrorfahrt überstanden

Nachdem alle 42 Gondeln geschlossen und gleichmäßig besetzt waren, wurde der Strom ausgeknipst und auf manueller Betrieb umgestellt. Als alle Gondeln ausgependelt hatten, konnte die Evakuierungsaktion starten. „Eine solche Übung im Leerbetrieb wäre möglich, für uns aber wenig hilfreich. Wir wollen damit die Sicherheit unserer Gäste gewährleisten“, erklärte Hans Meyer den Fake-Notfall.

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Gar keine so leichte Arbeit. Um jede einzelne Gondel wieder auf den Boden zu bringen, waren sechs Männer von Nöten. „Im Prinzip haben wir hier 42 Kleinwagen mit Klimaanlage, Licht und weiterer Technik und mit den gleichen Herausforderungen, die man auch bei Autos hat“, hatte Meyer bereits im Vorfeld der Übung angekündigt. „Und manchmal hilft auch hier nur Anschieben.“

Nach 15 Minuten hatten alle Fahrgäste wieder festen Boden unter den Füßen. Darunter auch Stefan Kessels und seine Frau: „Vorher war mir schon ein bisschen mulmig, aber bis auf einen kleinen Ruck hat es sich eigentlich wie eine normale Fahrt angefühlt, nur ein bisschen langsamer.“

Eine weitere Spezial-Fahrt ist übrigens nicht geplant. Für die Zeit der Sommerferien (NRW) hat das Riesenrad „EYE55“ am Centro Oberhausen täglich ab 14 Uhr geöffnet. (cg)