Mülheim

„Wer wird Millionär“ auf RTL: Zuschauer stinksauer auf RTL – „selbst auf Malle ist mehr Niveau“

Der Auftritt von DJ Ötzi bei „Wer wird Millionär“ kam bei vielen Zuschauern gar nicht gut an.
Der Auftritt von DJ Ötzi bei „Wer wird Millionär“ kam bei vielen Zuschauern gar nicht gut an.
Foto: MG RTL D / Gregorowius

Mülheim. „Wer wird Millionär?“ ist der absolute Dauerbrenner im deutschen Fernsehen. Die RTL-Show läuft seit 1999 und bringt dem Sender nach wie vor gute Quoten ein. Neben den normalen Shows laufen auch immer wieder Spezialausgaben von „Wer wird Millionär?“, die das Format auflockern sollen.

Zuschauer denken dabei vor allem an das etablierte Promi-Spezial oder auch das „Zocker Spezial“. An diesem Montag (7. Januar) schraubte RTL aber nicht nur ein bisschen am Konzept der Show.

„Wer wird Millionär?“: Kitsch-Vorhang und Blumensträußchen

Da zeigt der Sender nämlich das „Hüttengaudi-Spezial“. Wenig dezent platziert steht dabei im Studio die namensgebende Hütte. Natürlich nur echt mit Kitsch-Vorhang und Blumensträußchen.

Bei den Zuschauern kam das Spezial gar nicht gut an. Vor allem der Auftritt von DJ Ötzi sorgte für Kopfschütteln. Auf Twitter beschwerten sich zahlreiche Nutzer über den Auftritt des Sängers:

Für besonderen Spott sorgte DJ Ötzis Interpretation des antifaschistischen Klassikers „Bella ciao“. „Das ist ja wohl das schlechteste seit Heino auf Techno mit Eurem DJ Playback“, twitterte ein Nutzer. Und ein anderer meint: „Selbst auf Malle ist mehr Niveau im Publikum als die Ötzi-Jubelperser.“

Das eigentlich tief berührende Lied geriet bei DJ Ötzi zum plumpen Schenkelklopfer.

Kandidaten mussten nicht nur Ski-Fragen beantworten

Zum Glück hatte sich RTL aber nicht nur Ski-Fragen ausgedacht. Lediglich die Kandidaten hatten einen schneeweißen Hintergrund. So wie der Kölner Martin Reuscher. Der hat sich unter anderem eine Nackt-Skifahrt ausgedacht. Fahrradfahren schien aber nicht so das bevorzugte Hobby des jungen Kölners zu sein.

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Bei der Frage, wofür der RS1 gedacht sei, der laut Planung einmal über hundert Kilometer durchs Ruhrgebiet verlaufen solle, verzweifelte Reuscher.

Auch die Antwortmöglichkeiten „Fahrräder, Taxis, Wanderer oder Paddelboote“ halfen ihm da nur wenig weiter. So musste es das Publikum richten. Und das konnte glücklicherweise helfen. Mit riesiger Mehrheit votierten die Damen und Herren für Antwort A, die Fahrräder.

„Wer wird Millionär“: Kandidat verzweifelt an Supermarkt-Frage

Absolut richtig. Blöderweise dauerte es nicht lange, bis Reuscher wieder strauchelte. Bei der 32.000 Euro-Frage von „Wer wird Millionär“ wusste er wieder nicht weiter. „Was ist neuerdings in vielen Supermärkten mit einem vierstufigen Symbol gekennzeichnet, das einem Kompass ähnelt? A: Süßigkeiten B: Bierflaschen C: Frischfleisch D: Südfrüchte“.

Telefonstörungen bei „Wer wird Millionär“

Der Sales Manager hatte keinen Plan, rief erst mal Diplom-Ingenieur Achim Stollenwerk an. Unglücklich: So recht wollte sich keine Verbindung einstellen. Es rauschte und klackerte lediglich in der Leitung. Stollenberg selbst war kaum zu verstehen. Ein Problem, dass auch im späteren Verlauf der Sendung noch auftreten sollte. So musste ein späterer Joker sogar ein zweites Mal angerufen werden.

Glücklicherweise konnte die Verbindung schnell repariert werden. Doch schon die erste Antwort des Telefonjokers auf die Frage von Günther Jauch, was er Martin raten würde, wenn er schon 16.000 Euro habe, war ernüchternd. In tiefstem Kölsch antwortete der Diplom-Ingenieur: „Dann soll er sie behalten und nach Hause gehen.“

Kein besonders guter Start. Und auch bei der Frage war der Joker überfordert. Seine Antwort: „Südfrüchte“, sollte sich später als falsch herausstellen.

„Aldi Süd“-Einkäuferin kann helfen

Zum Glück gab es eine findige Aldi-Süd-Mitarbeiterin als Zusatzjoker. Die Einkäuferin aus Düsseldorf konnte Reuscher helfen. Ihre Antwort: „C: Frischfleisch.“ Absolut richtig.

Einen kleinen Seitenhieb bekam sie trotzdem noch von Günther Jauch. „Soweit ich weiß, war das Symbol zuerst bei Lidl.“ Schmunzelnd blickte er in die Richtung der Aldi-Einkäuferin. Sie konnte es wohl verkraften. Bekam sie schließlich das Belohnungs-Geld für die richtige Antwort.

Danach war aber Schluss. Mit 32.000 Euro ging Reuscher heim in die Domstadt.

„Wer wird Millionär“ auf RTL: Kurioser Telefonjoker

Besonders kurios wurde es bei dem Oberhausener Arzt Dr. Kristian Schneider. Der rief bei der 32.000 Euro-Frage seinen Kollegen Dr. Lino Witte an. Die Frage: „Welche Sportler sind in der 2018er 'Forbes'-Liste der weltweit 100 bestbezahlten Athleten am häufigsten vertreten?“

Die Antwortmöglichkeiten: „A: Basketballer, B: Fußballer, C: Formel-1-Piloten oder D: Golfer“

Doch bevor Dr. Witte überhaupt antworten wollte, stellte er eine kuriose Bedingung. So wollte er, wenn er die Frage richtig beantworte, demnächst auch bei „Wer wird Millionär“ mitmachen.

Klar, dass sich Günther Jauch nicht auf diese Forderung einließ. Er regte den Arzt lediglich an, sich zu bewerben. Im Endeffekt wusste Witte aber auch nicht nicht die richtige Antwort. So musste Kristian Schneider mit 16.000 Euro aussteigen. Die richtige Antwort war übrigens: C.

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Gekrönt wird das gewöhnungsbedürftige Apres-Ski-Motto von einem Auftritt des Hütten-Stars DJ Ötzi. Der Österreicher wird gemeinsam mit Moderator Günther Jauch die Auswahlfragen präsentieren und auch mindestens einen Song singen.

Fans von WWM im Vorfeld wenig begeistert

Auch die Kandidaten müssen dem Motto der Show entsprechen. „Die Kandidaten des Quiz-Gipfeltreffens sind heute ausschließlich Menschen, die etwas mit Skifahren, der Skiindustrie, der Hüttengaudi oder dem Winter im Allgemeinen zu tun haben“, schreibt RTL.

Auf der Facebook-Seite von „Wer wird Millionär?“ reagierten die Zuschauer wenig begeistert auf das Spezial. „Müsst ihr jetzt aus jeder Sendung irgendein Special basteln? Einfach nur klassisches WWM würde mir reichen“, kommentiert ein Nutzer. Und ein anderer meint: „Also so langsam wird das echt zu viel mit den Specials! Kommen zwischendurch auch mal normale Folgen?“

„Wer wird Millionär“ auf RTL: Das sind die Quoten des Specials

RTL hat am Dienstagmorgen die Quoten zum Hütten-Spezial mit DJ Ötzi präsentiert. Auf Twitter schreibt der Sender: „4,32 Mio. Zuschauer und gute 13,7 % (ab 3 J.) sowie 11,8 % (14-59 J.) sahen gestern das winterliche WWM.“

(göt/fel/bs)

 
 

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