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Mülheim: Autofahrer entsetzt – weil ausgerechnet HIER ein Blitzer steht

In Mülheim sorgte ein Blitzer für Aufruhr – nicht, wegen dem was er tat, sondern wegen seinem Standort. Die Stadt reagiert.

Mülheim
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So lief es für die Mülheimerin Julia bei Shopping Queen

Ärger in Mülheim! Viele Anwohner trauen ihren Augen kaum, als sie letzte Woche einen Blitzer an einer ungewöhnlichen Stelle sahen. Während viele die Platzierung des Blitzers als Provokation oder Machtdemonstration seitens der Verantwortlichen empfinden, räumt die Stadt Mülheim einen Fehler ein.

In Deutschland ist der Straßenverkehr an vielen Stellen bis ins kleinste Detail durch diverse Verkehrsschilder geregelt. In Mülheim schien es aber zuletzt so, dass für bestimmte Institutionen andere Regeln gelten – und das gefiel vielen Anwohnern gar nicht.

Mülheim: Blitzer sorgt für Aufregung – „Frechheit“

So machte sich einer von ihnen bei Facebook Luft, veröffentlichte ein Foto von einem Blitzer, dessen Standort für Irritationen sorgte. Das Gerät stand demnach mitten an der Haltestelle vor einer Schule, zudem im Haltverbot – und behinderte auch noch den Radweg an der Stelle.

Der Blitzer in Mülheim.
Der Blitzer in Mülheim. Foto: Privat

„Hauptsache abkassieren“, so das Urteil eines Kommentators. Ein anderer schreibt schlicht: „Machtdemonstration.“ Ein Mann findet: „Die Aufstellung der Radarfallen wird immer rücksichtsloser. Hauptsache, die Kasse stimmt.“ Ein weiterer drückt es drastischer aus, nennt den Blitzer an der Stelle eine „Frechheit“ und findet: „Zum Kotzen, die dürfen alles.“

Mülheim: Stadt rudert zurück und entfernt Blitzer

Einige Facebook-Nutzer fordern die Stadt Mülheim zu einer Stellungnahme auf – und die reagiert tatsächlich. In einem Kommentar zu der Sache heißt es: „Der Mitarbeiter des Ordnungsamts hat es gut gemeint und wollte in diesem Bereich die Sicherheit erhöhen. Leider war das eine Fehleinschätzung.“


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Der Blitzer hätte an dieser Stelle nicht stehen dürfen, räumt die Stadt Mülheim ein. Er wurde deshalb „umgehend entfernt“. Bleibt nur zu hoffen, dass die Gemüter der Anwohner ähnlich schnell reagieren und sich mittlerweile wieder herunter gekühlt haben – schließlich kann jeder mal Fehler machen.