Mülheim

Mülheim: Anwohner wütet über zu viele Feuerwehr-Sirenen - dabei ist die Erklärung sehr naheliegend

Die Feuerwehr in Mülheim.
Die Feuerwehr in Mülheim.
Foto: Fabian Strauch / WAZ FotoPool

Mülheim an der Ruhr ist „Tatütata-City“ – sagt zumindest Twitter-Nutzer „Oliver Kern“. Der Mülheimer ist der festen Überzeugung: In keiner deutschen Stadt wird so sinnlos und so oft mit Blaulicht und Martinshorn gefahren wie hier.

Ein Blick in den Account des Twitter-Nutzers legt den Verdacht nahe, dass Oliver Kern sehr häufig am offenen Fenster steht und auf eine Sirene wartet. Die wird aufgenommen und ins Netz gestellt, zusammen mit einem wütenden Kommentar.

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Der Knackpunkt: Oliver Kern wohnt in einem der Forum-Tower, direkt in der Mülheimer Innenstadt. Unter seinem Balkon treffen sich Leinweber-, Kaiser- und Eppinghofer Straße sowie der Dickswall zu einer der meistbefahrenen Kreuzungen der Stadt.

Vielbefahrene Kreuzung vor der Haustür

Acht Fahrspuren treffen dort aufeinander, hinzu kommen Straßenbahnen, Linienbusse und shoppende Fußgänger. Dementsprechend wichtig ist es für Feuerwehr, Notarzt und Polizei, diese Kreuzung mit Blaulicht und Martinshorn zu überqueren.

Hinzu kommt: Schloßbrücke und Leineweberstraße sind eine Hauptader für Feuerwehreinsätze in der Mülheimer Innenstadt rechts der Ruhr sind.

Die Hauptwache der Berufsfeuerwehr liegt unweit des anderen Ruhrufers, für jeden Notfall in Mülheim-Mitte müssen die Einsatzfahrzeuge über die Schloßbrücke und die Leineweberstraße fahren. Darüber hinaus liegen in der Nähe des Kurt-Schumacher-Platzes gleich zwei Krankenhäuser mit Notaufnahmen.

So ist es wenig verwunderlich, dass es dort zu einem erhöhten Einsatz des Martinshorns kommt. Das erklärte auch die Feuerwehr Mülheim auf Nachfrage von DER WESTEN.

Seit mehr als einem halben Jahr twittert Oliver Kern dennoch mehrfach täglich Wutkommentare zu #Tatütata in Mülheim und rät Menschen von einem Umzug nach Mülheim ab, weil es dort unerträglich sei.

Ob die Follower dies beherzigen, sei dahingestellt.

 
 

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