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„Bares für Rares“: Mülheimerin löst mit seltener Vase ein spektakuläres Bietergefecht aus

„Bares für Rares“: Mülheimerin löst mit seltener Vase ein spektakuläres Bietergefecht aus

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„Bares für Rares“: Mülheimerin löst mit seltener Vase ein spektakuläres Bietergefecht aus

„Bares für Rares“: Mülheimerin löst mit seltener Vase ein spektakuläres Bietergefecht aus

"Bares für Rares": Diese fünf Dinge muss man jetzt wissen

Panorama Video

Köln. 

Marlies Schneimann kann gar nicht mehr aufhören zu grinsen. Gerade hat sie ein grandioses Gebot für ihre seltene Vase bei der ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“ abgesahnt.

Doch der Reihe nach. Die Mülheimerin, 79 Jahre alt, hat Moderator Horst Lichter eine besondere Seltenheit mitgebracht. „Unsere Kinder möchten sie nicht haben. Hier sind Experten und da weiß ich, dass sie in gute Hände kommt“, kündigt sie ihr zerbrechliches Gut an. Die Vase hat sie von ihrem Onkel. Der hat sie wiederum von seinem Onkel, der Attaché am niederländischen Königshaus war, erzählt sie.

Die Vermutung Horst Lichters, dass es sich um eine adelige Vase hält, zerschlägt Experte Albert Maier recht schnell. „Die Vase gehört eher nach Österreich, genauer nach Wien.“

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Preisvorstellungen werden deutlich überboten

Schneimann ist schon beinahe die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. 200 Euro hätte sie gern für ihre Vase – ob ihr der Wunsch erfüllt werden kann?

Die Vase sei „etwas Außergewöhnliches“, verrät Maier. Die sogenannte Fayence-Stangenvase stamme aus der Serie „Serapis Wahliss“ der Firma von Ernst Wahliss (1837 – 1900). Das in feinstem Wiener Jugendstil gestaltete Erbstück aus der Zeit um 1915 sei mit Emaille (Glasschmelz) mehrfarbig per Hand bemalt. Dass das Stück, das zerbrechlicher als modernes Porzellan ist, derart unbeschadet ist, sei bemerkenswert.

Schnell realisiert die Mülheimerin, dass sie mehr als die angedachten 200 Euro für die Seltenheit kassieren kann. Tatsächlich verspricht ihr der Experte mindestens 2500 bis 3000 Euro. Maier setzt sogar noch einen drauf: Eine ähnliche Vase sei erst kürzlich in München für über 5000 Euro versteigert worden.

Marlies Schneimann ist nun richtig aufgeregt. Mit zitternden Händen nimmt sie die Händlerkarte von Lichter entgegen. Sie ist völlig überrascht von der Experten-Schätzung: „Als er den Preis nannte, bin ich beinahe umgefallen.“ Nun ist sie fest entschlossen, die Vase nicht unter 1000 Euro abzugeben.

Händler starten spektakuläres Bietergefecht

Als Marlies Schneimann den Händlern die handbemalte Vase präsentiert, sind diese vollkommen aus dem Häuschen. Rasch entsteht ein flottes Wettbieten. Doch bei 820 Euro scheint die Obergrenze erreicht zu sein.

Nun schreitet Horst Lichter ein. Er weist die Händler dezent darauf hin, dass ein ähnliches Stück zuletzt für 5000 Euro versteigert worden sei. Die Trödelexperten werden hellhörig. Ein spektakuläres Bietergefecht entbrennt. Die Angebote steigen rasant bis auf 2550 Euro. Der Kunsthändler Julian Schmitz-Avila schlägt zu. „Ein geiles Ding“, freut sich der gebürtige Bonner.

Auch die 79-jährige Mülheimerin ist überglücklich: „Das sind soundso viele Reisen, damit habe ich nicht gerechnet.“ Ihr Wunsch, mit dem Geld eine Reise bezahlen zu können, ist allemal erfüllt.