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Aldi trifft drastische Entscheidung – „Sehr einschneidend“

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Mülheim. 

Bittere Pille für viele Mitarbeiter bei Aldi Süd am Standort Mülheim.

Der Konzern hat seinen Mitarbeitern am Donnerstag (2. Juni) eine anstehende Schließung mitgeteilt. Zahlreiche Angestellte von Aldi Süd müssen nun mit Blick auf die Zukunft bangen.

Aldi Süd macht Schließung offiziell – Mitarbeiter vor dem Aus

Grund für die Sorgen der Aldi-Mitarbeiter: Aldi Süd will nach eigenen Angaben Ende 2023 seine Kaffeerösterei am Standort Mülheim schließen.

Die Produktion soll dann ausschließlich am größeren Standort in Ketsch (Baden-Württemberg) aufrechterhalten werden. 70 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs.

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Das ist der Discounter Aldi:

  • Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei separate Unternehmensgruppen in Essen und Mülheim
  • Aldi steht für Albrecht-Discount: 1913 machte sich Karl Albrecht in Essen als Brothändler selbstständig
  • 1962 wurde der Familienbetrieb zu einem reinen Discounter umfunktioniert

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Aldi Süd schließt Standort in Mülheim: „Sehr einschneidend“

Wie geht es nun weiter mit den dutzenden Mitarbeitern im Ruhrgebiet?

„Uns ist bewusst, dass diese Nachricht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Mülheim natürlich sehr einschneidend ist“, teilte eine Sprecherin von Aldi Süd auf Anfrage von DER WESTEN mit.

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Der Discounter wolle seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern gerecht werden. Es gehe darum „für alle gute und faire Lösungen zu finden“, so die Pressesprecherin.

So geht es weiter mit den Aldi-Mitarbeitern aus Mülheim

Konkret heißt das, das einem Teil der Mitarbeiter ein Wechsel in die Rösterei in Ketsch angeboten werden.

„Dazu prüfen wir Optionen für eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Unternehmensgruppe und werden auch auf Unternehmen in der Region zugehen“, verspricht die Aldi-Sprecherin.

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Mehr rund um Aldi:

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Aldi Süd verspricht sich von der Maßnahme auf dem „wettbewerbsintensiven Kaffeemarkt“ weiterhin „hohe Qualität zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis“.

Die Rede ist von einer „Neuaufstellung des Kaffeegeschäfts“ und soll im Konzern den Namen „New Coffee GmbH“ tragen.

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Die soll ausschließlich Filialen des Mülheimer Discounters beliefern. Aldi Nord mit Sitz in Essen betriffe die Neuaufstellung nicht.