Gelsenkirchen

Fleischerei zeigt Kindergartenkindern, wie Tiere zerlegt werden – so reagieren Facebooknutzer darauf

  • Fleischerei Ebben in Gelsenkirchen bietet Führungen für Kindergartenkinder an
  • Dabei werden Tiere zerlegt und zu Lebensmitteln verarbeitet
  • So reagieren Leser von DER WESTEN auf die Nachricht

Gelsenkirchen. Fleischerei Ebben in Gelsenkirchen bietet Führungen für Kindergärten an, bei denen vier bis sechs Jahre alte Kinder sehen können, wie Tiere zerlegt werden.

Christian Ebben, einer der beiden Geschäftsführer, sagt dazu: „Wir wollen den Kindern damit zeigen, wo das Fleisch herkommt. Und dass ein Stück Fleisch eben nicht nur im Supermarkt liegt, sondern dass ein Tier dafür sein Leben gelassen hat.“ Das habe mit Wertschätzung zu tun, erklärt er.

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An einer Umfrage, die wir im Artikel untergebracht haben, beteiligten sich bis zum Verfassen dieses Artikels 548 Menschen. Dort fragten wir: „Findest du es gut, Kindern auf diese Weise die Herkunft des Fleischs zu erklären?“

Die mit 87 Prozent überwiegende Mehrheit der Umfrage-Teilnehmer sprach sich dafür aus, den Kindern auf diese Weise das Thema zu erklären - lediglich 13 Prozent waren dagegen.

Dieser Trend spiegelt sich auch in den Kommentaren bei Facebook

Meike H. schreibt dort: „Vielleicht in dem Alter nicht unbedingt, aber generell finde ich die Idee gut. So lernen die Kinder, wo das Fleisch herkommt. Es wird sowieso viel zu viel Fleisch gegessen, bin kein Vegetarier aber es muss nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller liegen. Einfach mal bewusst essen.“

Nutzer loben Zuwachs an Wertschätzung

Monika A.: „Ich finde es klasse! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man bekommt eine andere Wertschätzung für Fleisch, wenn man gesehen hat wie das Tier getötet und verarbeitet wird. Und ggf. auch für Preis und Qualität. Selbst bei Gemüse, wenn man sieht wie viel Arbeit dahinter steckt. Dann überlegt man sich plötzlich besser, ob und wie viel man kauft oder wie schnell man wegwirft.“

Carsten B.: „Gute Idee. Jetzt wissen die schon mal, dass Pizza nicht auf Bäumen wächst.“

Es gibt aber auch Stimmen gegen die Vorführungen für Kleinkinder

Andrea F.: „Kindergarten...ist das nicht vielleicht etwas früh? Ich habe auch gelernt wie, wo und warum Fleisch in der Pfanne liegt. Aber so dosiert, wie es meine Eltern für richtig hielten, ohne dass ich einen Schaden fürs Leben erlitten habe. Ich finde, das sollte auch Elternsache bleiben. Jedes Kind ist anders,die meisten bekommen wahrscheinlich Albträume. Ich wünsche mir das für meine Kinder und Enkelkinder nicht.“

Danni T.: „Ich stelle mir die Frage, ob das sein muss. Selbst ich möchte so was nicht sehen“.

Inge Z. „Das ist Blödsinn, weil die Kinder bereits ein gehäutetes totes Tier sehen. Sie bringen es nicht mit der noch lebenden schönen Kuh auf der Weide in Verbindung. Erst wenn man sieht, wie das lebendige Tier zum Schlachthof kommt, seinen qualvollen Tod und die damit einhergehenden Schreie hört und in die panischen Augen sieht oder den qualvollen Kampf der Schweine im CO2-Bad. Dann erst entwickelt man Mitleid.“

 
 

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