Essen

Sausalitos eröffnet neuen Laden in Rüttenscheid - mit einer politischen Botschaft

Das Sausalitos in Essen-Rüttenscheid hat am Donnerstag eröffnet.
Das Sausalitos in Essen-Rüttenscheid hat am Donnerstag eröffnet.
Foto: Jürgen von Polier
  • Am Donnerstagabend hat die neue Sausalitos-Bar an der Rüttenscheider Straße eröffnet
  • Mehr als 200 Gäste haben sich die Eröffnung angesehen
  • An einer Wand des Ladens gibt es eine ziemlich politische Botschaft

Essen. Zuallererst: Das war schon eine ordentliche Party, die da in Essen-Rüttenscheid am Donnerstagabend stattgefunden hat. Satte EDM-Beats, Cocktails und ein Saxophonspieler, dessen Instrument mit LED's ausgestattet war. Mindestens 200 Essener haben sich die Eröffnung des Ladens an der Rüttenscheider Straße genauer angesehen.

„Wir haben gut Geld in die Hand genommen, um den Laden zu modernisieren, um einen trendy Standort zu entwickeln“, sagt Dominik Cloudt, Marketingleiter von Sausalitos. Es gehe vor allem darum, dass Sausalitos modern ist. Weniger Santa-Fe (New Mexico, USA) und mehr Santa Monica (Los Angeles, USA). Mehr Beegee, mehr Freshness, sagt er. Man will das Konzept also offenbar an den Zeitgeist anpassen.

Bar mit politischer Aussage

Aber nicht ohne politische Aussage. Denn in dem Laden, der ehemals die Ego-Bar beheimatet hat, wurde ein ganz besonderes Wandgemälde angebracht.

Flankiert von Totenköpfen steht verschnörkelt an der Wand: „Make Love not Walls“. Eine eindeutige Kritik an Donald Trumps Politik der Abschottung, mit der er versucht, Mexiko durch eine Mauer von den Vereinigten Staaten zu trennen.

Mehr als 199 Sitzplätze besetzt

Ob diese Nachricht schon bei der Einweihungsparty Gehör gefunden hat, ist unklar. Die Gäste wirkten jedenfalls, als wären sie größtenteils für das Event und die 120 verschiedenen Cocktails gekommen.

„Wir haben hier 199 Sitzplätze plus Außenbereich zur Verfügung. Die haben wir heute auch vollgemacht“, sagt Dominik Cloudt. Für die Gäste sind dabei je nach Bedarf zwischen 30 und 35 Angestellte zuständig.

„Die Leute sollen tanzen“

Der Saxophon-Spieler übrigens, dessen Musik kombiniert wurde mit den EDM- und House-Tracks verschiedener DJs, soll die Firmen-Philosophie unterstützen, wie Cloudt sagt. Leichtigkeit und eine musikalische Verbindung zwischen Kulturen. „Die Leute sollen hier heute tanzen. Auch gerne mal auf der Theke“.

Dieser bescheidene Wunsch ging am Donnerstag definitiv in Erfüllung. Wer allerdings weniger Bock auf Party hat, der kann sich in den hinteren Bereich des Ladens verziehen - dort ist es an normalen Tagen eher ruhig, erklärt Cloudt.

15 Meter langer Barbereich

Wer aber vorglühen oder versacken will, dem wird ein Barbereich geboten, der etwa 15 Meter lang ist. „Es gibt vermutlich keine Spirituose, die wir hier nicht haben“, sagt Dominik Cloudt.

Wir sind gespannt, ob der Laden hält, was er bei der Eröffnung versprochen hat.

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