Essen

Mord in Essen-Frohnhausen: Mann (28) soll Domina (62) getötet haben – hatte der Angeklagte Adult Baby-Fantasien?

Yasin Ö. ist wegen Mordes und Brandstiftung angeklagt. Er soll eine Domina umgebracht haben.
Yasin Ö. ist wegen Mordes und Brandstiftung angeklagt. Er soll eine Domina umgebracht haben.
Foto: Marcel Storch

Essen. Auftakt im Prozess um die getötete Domina Monika E. Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen.

Der mutmaßliche Täter und sein Opfer kannten sich wohl. Yasin Ö. (28) soll seit Jahren Kunde im SM-Studio von Monika E. (62) gewesen sein. Im Februar kam der Stammkunde laut Anklage wieder in die zum Dominastudio umgebaute Dachgeschosswohnung in Essen-Frohnhausen.

Prozess-Auftakt im Domina-Mord in Essen-Frohnhausen: Angeklagter hatte wohl Adult-Baby-Fantasien

Diesmal erläuterte der verheiratete, aber getrennt Lebende Ö., in einem Vorgespräch seine neusten erotischen Fantasien. Es soll dabei um Adult Baby-Fantasien gegangen sein. Dabei wären Erwachsene gern ein Baby - mitunter mit Schnuller und Pampers.

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Domina-Mord-Prozess: Kordel war Tatwerkzeug

Als Monika E. sich umdrehte, um Accessoires aus dem Schrank zu holen, soll der in der Türkei geborene und in Duisburg lebende Angeklagte mit einer schwarzen Kordel die Frau solange stranguliert haben, bis sie leblos auf dem Bett liegen blieb. Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass er sie mit ihren eigenen Haaren - verlängert mit Extensions - getötet habe.

Laut Anklage drehte er die Getötete danach auf den Bauch und bedeckte sie mit Kleidungsstücken. Anschließend soll er das Tatwerkzeug, die Handtasche und Handys und Laptop des Opfers mitgenommen haben. Das Handy wurde später beim Angeklagten unter dem Bett in seinem Zimmer gefunden.

Brand im Elternhaus gelegt

Im Anschluss soll er zurück nach Duisburg in sein Elternhaus gefahren sein und dort sein das Schlafzimmer seiner Eltern im gemeinsamen Reihenhaus angezündet haben. Die Handtasche und die Kordel entsorgte er laut Anklage anschließend in einem Müllcontainer in Düsseldorf, bevor er seine Eltern vom Flughafen abholte.

Als der Angeklagte mit seinen Eltern und seinem Bruder anschließend am brennenden Wohnhaus ankam, sei er „der Ruhigste von allen“ gewesen sein, sagte eine Polizeibeamtin vor Gericht aus. Sie war bei dem Brand in Duisburg im Einsatz gewesen.

Angeklagter schweigt

Elf Tage nach der Tat wurde der Tatverdächtige festgenommen. Das Gericht muss dem Angeklagten nun in neun weiteren Verhandlungstagen den heimtückischen Mord und die Brandstiftung nachweisen. (ms)

 
 

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