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Hochwasser: Zwischen Duisburg und Essen komplettes Fahrverbot auf der Ruhr – erste Wege in Mülheim gesperrt

Hochwasser: Zwischen Duisburg und Essen komplettes Fahrverbot auf der Ruhr – erste Wege in Mülheim gesperrt

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Foto: Ralf Rottmann/ Funke Foto Services
  • Hohe Pegelstände an der Ruhr
  • Schiffsverkehr zwischen Essen und Duisburg steht still
  • Erste Wege in Mülheim gesperrt

Essen. 

Der heftige Regen der vergangenen Tage sorgt langsam für besorgniserregende Pegelstände an der Ruhr. Am Hattinger Ruhrpegel hat der Ruhrverband am Mittwochmittag (12 Uhr) einen Pegelstand von 5,47 Metern gemessen – damit ist der zulässige Grenzwert für die Befahrung der Ruhr weit überschritten. Der liegt, je nach Lage, zwischen 2,39 Meter und 4,31 Meter (Baldeneysee).

Der Schiffsverkehr zwischen Essen und Duisburg wurde deshalb komplett eingestellt.

Ruhr-Hochwasser: Erste Wege in Mülheim gesperrt

Davon betroffen sind auch der Baldeneysee, der Kemnadersee, der Harkortsee und der Hengsteysee.

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Auch in Mülheim sind die Auswirkungen des Ruhr-Hochwassers deutlich spürbar. Dort wurde am Morgen die „Erste Hochwasserstufe“ abgesperrt. Damit ist der Leinpfad auf der rechten Ruhrseite ab sofort von Im Körfken bis zur Florabrücke und auf der linken Ruhrseite Durch die Aue bis zur Kassenbergbrücke gesperrt.

Talsperren schon zu 88 Prozent gefüllt

„Die Talsperren sind aktuell zu 88 Prozent gefüllt“, sagt Britta Balt vom Ruhrverband. Schuld an der aktuellen Situation sei der ungemütliche Herbst mit heftigen Niederschlägen. „Allerdings ist die Situation für die Jahreszeit nicht untypisch“, so Balt.

„Ungewöhnlich war eher die Situation der vergangenen Jahre.“ Anfang 2017 etwa habe man den geringsten Talsperrenfüllstand der vergangenen 25 Jahre gemessen.

Ruhrverband erwartet Entspannung der Lage

Eine schnelle Besserung der Situation wird es aber wohl nicht geben. „Der Rückgang der Pegelstände wird nicht so schnell eintreten, wie der Anstieg der vergangenen Tage“, so Balt.

Auch für die kommenden Tage ist weiterer Regen angesagt – allerdings weniger heftig als zuletzt. „Wir rechnen deshalb eher mit Entspannung als mit einer weiteren Eskalation.“

Bedrohlich hoch ist auch der Rheinpegel. Zur Sicherheit wurde die Duisburger Altstadt bereits mit einem Sperrtor abgeriegelt. (fel)

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