Duisburg

Hochwasser droht: Rheinpegel steigt gefährlich an – Duisburg riegelt Altstadt ab, Trinkwasser riecht nach Chlor

Das Sperrtor am Marientor wurde schon einmal im Dezember 2017 geschlossen.
Das Sperrtor am Marientor wurde schon einmal im Dezember 2017 geschlossen.
Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services  

Duisburg. Nach dem Dauerregen steigt der Rheinpegel und kratzt an der Acht-Meter-Marke. Jetzt haben die Wirtschaftsbetriebe reagiert. Sie haben am Donnerstag gegen 11 Uhr das Sperrtor am Marientor geschlossen. Es soll die Altstadt vor einer Überflutung schützen.

Bevor das Tor geschlossen werden konnte, mussten allerdings Taucher ins Wasser. Silke Kersken von den Wirtschaftsbetrieben erklärt: „Tauscher waren im Einsatz, weil sie im Wasser die Schienen kontrollieren mussten, so dass keine Gegenstände den Schließvorgang störten.‟

Das Sperrtor soll über das Wochenende geschlossen bleiben. Der Rheinpegel in Duisburg steht aktuell bei knapp acht Metern und steigt weiter. An der Ruhrorter Mühlenweide schwappt das Wasser langsam über. Schon 1920 war die Dammstraße an der Mühlenweide überflutet worden.

Die Sperranlage am Marientor schützt die Altstadt und 20.000 Menschen, die dort leben, vor Hochwasser. Gefährlich wird es erst ab einem Wasserstand von 9,80 Metern.

Den höchsten Pegelstand erreichte der Rhein in Duisburg im Jahr 1926. Da lag der Wasserpegel bei 13,04 Metern.

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Trinkwasser kann nach Chlor riechen

Im Wasserwerk Wittlaer der Stadtwerke Duisburg werden dem Trinkwasser derzeit wegen des Rheinhochwassers geringe Mengen Chlor zugegeben.

Es handelt sich laut Wasserwerk um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die immer ab einem gewissen Pegelstand des Rheins durchgeführt wird, weil Trinkwasser-Gewinnungsgebiete überspült werden könnten.

Damit wird auch bei Rheinhochwasser die Versorgung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser sichergestellt.

Chlorgeruch ist keine Gefahr

In den Stadtteilen südlich der Ruhr und südlich der A40 kann ein schwacher Chlorgeruch des Trinkwassers wahrgenommen werden. Dies ist gesundheitlich unbedenklich, die Qualität des Trinkwassers wird dadurch nicht beeinträchtigt.

 
 

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