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Galeria Karstadt Kaufhof wieder insolvent – jetzt schaltet sich Essen-OB Kufen ein

Galeria Karstadt Kaufhof hat den dritten Insolvenzantrag gestellt und sorgt damit für Unruhe bei Mitarbeitern. Der Essener OB Kufen reagiert.

Galeria Karstadt Kaufhof steht erneut vor der Insolvenz.
© IMAGO/Funke Foto Services

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Alle schlechten Dinge sind drei für Galeria Karstadt Kaufhof! Zum dritten Mal innerhalb weniger Jahre stellte das Unternehmen am Dienstag (9. Januar) einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen.

Für die mehr als 15.000 Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof beginnt so eine erneute Zitterpartie. Zwar soll Galeria Karstadt Kaufhof als Einzelhändler bestehen bleiben, ebenso die Filialen – doch davor muss ein neuer Investor oder Eigentümer her. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen äußert sich mit deutlichen Worten zu der Situation.

Galeria Karstadt Kaufhof vor ungewisser Zukunft

In einer Mitteilung von Dienstag äußerte sich Thomas Kufen zu dem bitteren Paukenschlag bei Galeria Karstadt Kaufhof. „Die Zeiten bleiben hart bei Galeria Karstadt Kaufhof. Das gilt vor allem für die Mitarbeitenden“, so der CDU-Politiker.

Dabei treffe es die Menschen in Essen doppelt: „Hier in Essen betrifft das einmal mehr nicht nur die Belegschaft in der Filiale im Limbecker Platz, sondern auch in der Hauptverwaltung.“


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„Nachdem eine Strategie für ein zukunftsfähiges Warenhauskonzept auch für die Essener Filiale gefunden schien, ist eine erneute Insolvenz nun wieder ein Schlag ins Kontor“, stellt der Oberbürgermeister weiter fest. „Ein Schutzschirmverfahren, wie in den vorangegangenen Insolvenzverfahren, wird es dieses Mal voraussichtlich nicht geben. Das bedeutet: Es steht alles auf dem Prüfstand.“

Galeria Karstadt Kaufhof: „Erhalt von Arbeitsplätzen hat höchste Priorität“

Thomas Kufen versichert in der Mitteilung, bereits im „vertrauensvollen Austausch“ mit der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) und den Verantwortlichen der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH zu stehen. Auch ein Gespräch mit dem Betriebsrat stehe an.


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„Der Erhalt von Arbeitsplätzen am Wirtschaftsstandort Essen hat für uns alle höchste Priorität. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Mitarbeitenden von Galeria eine verlässliche berufliche Perspektive am Standort erhalten. Ich hoffe sehr, dass es gelingt, die Hauptverwaltung und auch die damit verbundenen Arbeitsplätze in Essen zu halten“, stellt der Oberbürgermeister abschließend klar.