Duisburg

Die „Extraschicht“ startet heute: Diese Stationen müsst ihr euch anschauen!

Die Extraschicht macht den Landschaftspark Nord in Duisburg bunt.
Die Extraschicht macht den Landschaftspark Nord in Duisburg bunt.
Foto: FUNKE Foto Services

Duisburg. Kohle glüht zu Koks! Das Ruhrgebiet fährt am Samstag (24. Juni) zum 17. Mal eine Extraschicht. Auf einem Gebiet, das rund 100 Kilometer umfasst, wird dann die Nacht wieder zum Tag.

An den alten Stätten, wo früher Kohle und Stahl verarbeitet wurden, läuft dann die „Nacht der Industriekultur“. Alte Gasometer, Maschinenhallen und Zechen erleuchten das Ruhrgebiet.

21 Städte legen eine Extraschicht ein

Das Ruhrgebiet ist in 21 Städten auf den Beinen. Von 18 bis 2 Uhr Nachts kannst du so einiges erleben. Doch zu viel solltest du dir nicht vornehmen, denn mehr als drei Spielstätte schafftst du in der Zeit meistens nicht.

Wir sagen dir, wo was los ist!

In Duisburg geht es im Landschaftspark Nord zur Sache. Hier gibt es Musik auf die Ohren. Bands, Chöre und A-Capella-Künstler treten in der schönen bunt bestrahlten Industriekulisse auf.

Aber auch im Innenhafen und und im Binnenschiffahrtsmuseum spielt die Extraschicht. Entlang der Promenade gibt es vier Bühnen mit Live-Musik. Im Garten der Erinnerungen befinden sich in fünf Container-Ausstellungen zum Thema „Fotobuch“, der Ludwigturm wird zum Würfelturm. Das Höhenfeuerwerk um 0 Uhr ist schon legendär. Es wird musikalisch mit Musik untermalt.

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In Essen dreht sich im Jahr der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“ alles um die Natur. Auf Zollverein gibt es Naturexkursionen, Ausstellungen und ein buntes Bühnenprogramm. Am Abend wird mit moderner Lichttechnik das Natur- und Architekturensemble von Zeche und Kokerei auf stromsparende Weise in ein farbiges Erlebnisfeld getaucht.

In Oberhausen geht es natürlich in die höchste Ausstellungshalle Europas, in den Gasometer. Stündlich gibt es Führungen durch die Ausstellung „Wunder der Natur“. Ein Highlight des Abends sind die Auftritte von „Liz Schneider – Whitecello“ unter der riesigen Erdkugel auf der Manege des Gasometers. Die begabte Künstlerin, bekannt aus der TV-Show „Das Supertalent“, verwendet aktuelle und sanfte Musikströmungen wie Ambient und Smooth Jazz und verbindet diese mit den Klängen klassischer Musik. Und auch auf dem Außengelände gibt es Musik.

In Bochum geht es zum Entspannen in die Jahrhunderthalle. Auf einer riesigen Kissenlandschaft kannst du hier die beeindruckende Haupthalle auf dich wirken lassen. Dazu treten Nachwuchstalente des Klavierfestivals Ruhr auf.

Fiege-Brauerei, Eisenbahnmuseum, Zeche Hannover

In Bochum gibt es noch drei weitere Spielorte. Auch in der Brauerei Fiege, dem Eisenbahnmuseum (Kunstausstellung, Theater und Live-Musik) und der Zeche Hannover gibt es ein kulturelles buntes Angebot. Das Zechengelände verwandelt sich für Prärie-Indianer,Cowboys und Rangers. Hier siehst du wie Auswanderer aus dem Ruhrgebiet vor 150 Jahren erlebt haben. Ruhrpott-Cowboy Zepp Oberpichler spielt mit seiner Gitarre und schlägt eine Brücke in das Ruhrgebiet der Gegenwart.

In Dortmund geht es in das Brauerei-Museum. Im Mittelpunkt des Programms steht wieder A Cappela. Mittlerweile fast schon arrivierte Newcomer streifen als kleinstes Vokalorchester der Welt durch Rock und Pop, Oper und Jazz.

Und wenn es regnet, geht es ab ins Fußballmuseum. Speziell zur Extraschicht gibt es Kurzführungen zum Thema Revierfußball. DJ Nachtfalke legt auf und Livezeichner Artur Fast malt vor Publikum. Verpflegt wirst du mit Speisen (auch vegetarisch und vegan) aus der museumseigenen Gastronomie.

Im Hoesch-Museum dreht sich alles ums Fahrrad. Profis der BMX-Infaction aus Köln zeigen auf kleinen BMX-Rädern ihr atemberaubendes Können. Du kannst auch dein eigenes Rad mitbringen und das Gelände erkunden oder E-Bikes vor Ort testen.

Justus Jonas und Geroge Clooney lauschen

Auf der Kokerei Hansa entsteht eine eigene kleine Stadt, mit Stadttor, zahllosen Lichtern, einem Marktplatz, einer neuen Ringstraße, die mit viel buntem Verkehr eingeweiht wird, einer Aussichtsfläche mit Pianobar, einem Kino und einem besonderen Festspielhaus. Dazu gehört auch ein geheimnisvoller Stadtwald, der zum Märchenanhören und -erzählen einlädt. Am Stadttor wird jeder Besucher zum temporären Bürger auf Hansa.

In Bottrop geht es in den Bernepark. Hier dreht sich alles um das Thema Krimi. Lausch den berühmten Synchronsprechern Oliver Rohrbeck (Justus Jonas, die drei ???) und Detlef Bierstedt (George Clooney) bei der Prima Vista Lesung. Die Junge Bühne Ulm zeigt Folgen aus der TV-Kultserie „Tatortreiniger" als Live-Hörspiel, und der Mentalist Nico Haupt liest auf faszinierende Art und Weise die Gedanken der Besucher und vollendet den Abend mit einem verblüffenden Finale samt Feuerwerk. Abgerundet wird das spannende Programm durch Walk Acts, Theater, Musik, und inszenierte Führungen über das BernePark Gelände.

Feuerspuckern und Tänzer in Dorsten

In Dorsten geht es zur Extraschicht geht es auf die Zeche Fürst Leopold. Im Angebot sind Live-Musik, Ausstellungen, Walking-Acts mit Feuerspuckern und Tänzern, Führungen durch die historischen Gebäude und die Chance, die Dampfmaschine fahren zu können.

Lohnhalle und Kaue, Lampenstube und Maschinenhalle, Vinylcafé, Galerie der Traumfänger, sowie das Leo verwandeln sich zu Bühnen in der Nacht der Industriekultur.

Acht Tonnen Reis im Ringlokschuppen

In Mülheim geht es in den Müga-Park. Surreale Feuertraum-Performances begleiten dich durch die Nacht bis in den frühen Morgen. Acht Tonnen Reis häuft die Künstlergruppe Stan’s Café im Ringlokschuppen auf: kleine und große Reisberge, die die politischen und sozialen Wahrheiten der Welt abbilden. Vor der Installation ergießt sich der wunderschön erleuchteten MüGa-Park mit tanzender Feuerkunst. Mit Anbruch der Dunkelheit gibt es eine spektakuläre Lasershow.

In Gelsenkirchen im Nordsternpark gibt es wieder ein buntes Porgramm. Der illuminierte Nordsternturm mit Panoramaterrasse und Livemusik, Bergbaustollen mit echten Kumpels und Führungen durch den Park sowie eine Tanz- und Lasershow mit Feuerwerk im Amphitheater.

Extraschicht-Tickets

Die Tickets kosten im Vorverkauf (bis 23. Juni) 17 Euro. Für Kurzentschlossene kostet es an der Abendkasse 20 Euro. Mit dem Ticket können Besucher alle Spielorte frei besuchen. Und du kannst sogar dein Auto zu Hause lassen. Denn das Ticket gilt auch für das gesamte Nahverkehrsnetz des VRR und VRL (bis 7 Uhr am nächsten Morgen).

Wenn du an einem Spielort bleiben willst, kostet das Ticket sogar nur 12 Euro.

In der Nacht sind 18 Shuttlebusse unterwegs, die zwischen den 46 Spielorten von 18 Uhr bis 3 Uhr morgens pendeln. Außerdem gibt es noch 29 Busse, Straßenbahnen und sogar ein Schiff-Shuttle in Duisburg. Das Schiff pendelt zwischen Binnenschiffahrtsmuseum und Innenhafen. Historische Bahnen gibt es in Witten, Bochum und Hattingen.

 
 

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