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Essen: Temperatur-Schock mitten in der Stadt – so kalt hast du es noch nie erlebt

Essen vs. Bochum - Der ultimative Städtevergleich

Essen und Bochum bilden das Herz des Reviers. Doch welche der beiden Ruhpott-Metropolen ist eigentlich die Coolere? Wir haben die Highlights der Städte für dich zusammengetragen. Jetzt musst du entscheiden.

Essen. 

Kälte-Schock in Rüttenscheid – trotz mildem Wetter! In dem Stadtteil von Essen wirst du HIER garantiert zum Bibbern kommen. Ich habe den Test gemacht.

Wer in diesem Jahr den richtigen Winter vermisst, für den könnte die Kältekammer von Justin Kaiser und Florian Köhler in Essen eine Option sein.

Bei „JustCryo“ erlebst du für einige Minuten eine Kälte-Peitsche (-85 Grad) der besonderen Art. Und das Gefühl danach ist unfassbar gut – das habe ich am eigenen Leib erfahren.

Essen: HIER frierst du garantiert

-85 Grad! Puh, das hört sich im ersten Moment für mich erstmal gar nicht so angenehm an. Doch die Kryotherapie ist ein absoluter Fitness-, Gesundheits- und Lifestyle-Trend, wie ich vor meinem Besuch bei Justin und Florian bereits erfahre. Dabei umfasst sie drei Anwendungsgebiete: Wellness und Beauty, Fitness und Sport und Medizin und Gesundheit.

Na, das klingt schon echt interessant und vielversprechend. Als ich an diesem Freitag im Januar in mein Auto steige, zeigt mir das Thermometer 7 Grad an. Ganz schön milde für die Jahreszeit. Aber trotzdem beginne ich schon etwas zu frösteln. Wie soll es dann gleich werden, wenn ich in der Kältekammer bin?

Essen: Auch Leistungssportler gehen regelmäßig in die Kältekammer

Doch dort angekommen, nimmt mir Justin schnell meine Bedenken. Er berichtete mir von Sportlern, die regelmäßig „JustCryo“ besuchen – etwa Fußballer von Rot-Weiss Essen. Oder auch eine rheumageplagte Frau, der es nach der Kältetherapie jedes Mal besser gehe.

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Weitere Infos zu „JustCryo“ in Essen:

  • Inhaber: Justin Kaiser und Florian Köhler
  • Adresse: Alfredstraße 64 in Essen-Rüttenscheid
  • In den Räumlichkeiten betreibt auch Physiotherapeut Dennis Masuhr seine Praxis

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„Viele Sportler nutzen die Kältekammer, um ihre Leistung zu steigern. Die Bronchien weiten sich und langfristig bekommt man einen niedrigeren Ruhepuls“, erzählt mir der 31-Jährige.

Essen: Kälte-Zeit wird individuell ausgerechnet

Doch bevor ich in die Kältekammer darf, muss ich einen Anamnese-Bogen ausfüllen. Ich gebe mein Gewicht, mein Alter, meine Größe und mögliche Vorerkrankungen an. Anhand dieser Daten wird mir meine individuelle Kältekammer-Zeit ausgerechnet. Fast vier Minuten. Das sollte ich doch hinkriegen.

Vor allem, weil Justin selbst sogar bis zu drei Mal täglich in die Kältekammer geht, wie er mir sagt. Und sollte ich mich nicht gut fühlen, kann ich die Kältekammer auch jederzeit eigenständig verlassen. Außerdem passen Mitarbeiter am Empfang mit auf. Das beruhigt mich wirklich sehr.

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Nach einer ausführlichen Einweisung von Justin bin ich jetzt alleine im Vorraum. Hier ziehe ich mich bis auf die Unterwäsche aus. Ich soll aber eine Mütze, Kopfhörer, Mundschutz (damit ich besser durchatmen kann), Handschuhe und – am allerwichtigsten – Schuhe und Socken tragen. Achja, meinen Schmuck muss ich auch ablegen.

Essen: Mit Musik soll das Stehen in der Kälte angenehmer werden

Jetzt öffne ich die Kältekammer. Mir strahlt grelles, blaues Licht entgegen. Eiskalter Nebel strömt heraus. Um mir die Zeit in der Kälte angenehmer zu gestalten, bekomme ich auf den Kopfhörern übrigens Musik zu hören. Eine wirklich nette Idee, wie ich finde.

Die Kälte fühlt sich trocken an. Angenehmer, als man es vom nasskalten, windigen Wetter hier in Deutschland kennt. So richtig ins Zittern komme ich übrigens nicht, was mich sehr wundert. Doch ich merke, wie sich mein Körper zusammenzieht.

Essen: Gutes Gefühl nach der Zeit in der Kältekammer

Und die Zeit vergeht schnell. Ich bin ziemlich überrascht, als das Licht angeht und schon alles vorbei ist. Ich ziehe mich wieder an und gehe raus. Dort warten schon Justin und die anderen Mitarbeiter auf mich und wollen von mir wissen, wie es denn gewesen sei.

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Und ich muss wirklich sagen: Ich fühle mich sehr viel besser! Ich merke, wie sich mein Körper nach der Extremsituation entspannt und wie ich mich schnell wieder aufwärme – ein wirklich sehr angenehmes Gefühl.

Essen: Das Frieren hat sich gelohnt

Vor allem, weil ich nach langen Tagen im Homeoffice oder in der Redaktion gelegentlich unter Muskelverspannungen im Nacken leide. Doch nach der Behandlung fühlt es sich auch dort entspannter an.

SO kalt hab ich es noch nie erlebt, aber das Gefühl danach war es echt wert…