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Essen: Schlimme Szenen bei Kreisliga-Spiel ++ Spieler schwer verletzt ++ Verein wehrt sich gegen Vorwürfe

Brutales Foul in der Kreisliga in Essen! Ein Spieler verletzte sich so schwer, dass er bisher dreimal operiert werden musste.

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u00a9 IMAGO / GEPA pictures

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Schock-Szenen bei einem Fußballspiel in Essen!

Beim Kreisliga-Spiel zwischen dem SV Mesopotomia und dem FC Stoppenberg am Sonntag (19. März) kam es zu einem schlimmen Zwischenfall – mit dramatischen Folgen für den betroffenen Spieler.

Essen: Schlimme Szene führt zu Spielabbruch

Es liefen die letzten 20 Minuten des Spiels in Essen. Bei den Gästen aus Stoppenberg kam der Spieler mit der Nummer 9 für die Schlussphase aufs Feld – und suchte den Zweikampf mit Mesopotamia-Spieler Fuat Kartal. „Obwohl sich der Ball bereits fast im Aus befand, wurde Kartal unweit der Seitenlinie so extrem geschubst, dass er die Kontrolle verlor und mehrere Meter über das Spielfeld flog“, beschreibt der SV-Vorstand die Szene. Doch was dann folgte, war noch schlimmer.

Denn Kartal krachte mit voller Wucht gegen eine scharfkantige Werbebande, blieb stark blutend und bewusstlos am Boden liegen. Rettungsdienste und Notärzte wurden alarmiert, das Spiel sofort abgebrochen, Kartal musste sofort ins Krankenhaus.

Spieler behält irreversible Schäden

„Kartal musste unmittelbar nach diesem Foul zwei Mal operiert werden, möglicherweise wird er am Auge irreversible Schäden davon tragen“, teilte der Vorstand mit. Am Donnerstagmittag (23. März) die nächste Schockmeldung: „Fuat Kartal musste soeben in eine dritte Operation, sein Zustand ist wieder kritisch“, erfuhr DER WESTEN von Civan Akbulut, Mitglied im Essener Integrationsrat.

SV Mesopotamia erhebt schwere Vorwürfe

„Wir sind erschüttert über diese Gewalt, dieser tragische Vorfall hat uns zutiefst geschockt“, so der SV Mesopotamia – und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Stoppenberger: „Mit Bedauern müssen wir feststellen, dass der FC Stoppenberg sich bislang nicht über den Zustand unseres verletzten Spielers erkundigt, geschweige uns wegen des furchtbaren Vorfalles überhaupt erst kontaktiert hat. Das ist mit Hinblick auf die Schwere der Verletzungen für viele Mitglieder unserer Mannschaft unverzeihlich.“

Der Verein findet deutliche Worte: „Wir erwarten, dass es Konsequenzen für diese unnötige und gefährliche Aktion geben wird. Denn so kann fairer Fußball nicht funktionieren. Aktuell wird intern noch darüber beraten, ob wir uns aus der Liga zurückziehen werden. Denn diese Umstände können wir unseren Spielern nicht zumuten.“

So reagiert der Gegner auf die Vorwürfe

Der FC Stoppenberg widerspricht den Vorwürfen des Gegners und spricht von einer „sehr sehr unglücklichen Aktion“. Der Verein räumt ein, dass der Spieler geschubst worden sei. Doch von einem brutalen Foul, wie es zunächst von Seiten des SV Mesopotomia hieß, könne nicht die Rede sein, heißt es in einer Erklärung. Darin wehrt sich der Verein auch vehement gegen den Vorwurf, sich nicht um den Spieler gekümmert zu haben. Zwei Stoppenberg-Spieler hätten noch am Unfallort Erste Hilfe geleistet und sich im Nachgang beim Kapitän von SV Mesopotamien nach dem Spieler erkundigt.


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Dem betroffenen Spieler, dessen Sohn in der F-Jugend des SV Stoppenberg spiele, spricht der Essener Verein sein tiefes Mitgefühl aus und wünscht ihm alles Gute.