Duisburg

Duisburg: Polizei warnt dringend vor dieser Todesfalle – „Habe da kein Verständnis“

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

Warum heißt Duisburgs Stadtteil Marxloh eigentlich Marxloh?

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Duisburg. Die Polizei Duisburg hat eine dringende Warnung!

Die Temperaturen sind wieder wärmer geworden – der Sommer ist da! Um auch bei der Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren, wagen sich viele Leichtsinnige zum Schwimmen in den Rhein – doch das Gewässer kann zur gefährlichen „Todesfalle“ werden, warnt die Polizei Duisburg!

Duisburg: Schwimmen im Rhein kann gefährlich werden

Jedes Jahr aufs Neue warnen sowohl Polizei als auch Rettungsorganisationen vor dem Baden im Rhein. Bringen tut das leider nicht immer etwas: Trotz der Warnungen enden jedes Jahr waghalsige Mutproben oder Schwimmversuche tödlich.

Merke: Auch wer nur bis zu den Knien am Ufer im Wasser steht, kann durch die unvorhersehbaren Strömungen hineingezogen werden! Und die Chancen aus dem Rhein lebend wieder herauszukommen, sind gering.

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Das ist die Stadt Duisburg:

  • frühste schriftliche Erwähnung im Jahr 883
  • fünftgrößte Stadt in NRW, besteht aus sieben Stadtbezirken
  • hat rund 498.686 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Duisburger Hafen gilt als größter Binnenhafen der Welt
  • fast ein Drittel des in Deutschland erzeugten Roheisens stammen aus den acht Duisburger Hochöfen
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Landschaftspark Duisburg-Nord, Tiger & Turtle – Magic Mountain, Sechs-Seen-Platte
  • Oberbürgermeister ist Sören Link (SPD)

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Duisburg: Jedes Jahr Todesfälle trotz Warnungen

Michael Blankartz von der Wasserschutzpolizei Duisburg hat vor allem an Eltern einen deutlichen Appell: „Ich habe grade für Eltern, die ihre Kinder am Ufer im Wasser spielen lassen, absolut kein Verständnis! Das ist – um es mal deutlich zu sagen – reiner Wahnsinn!“ Klare Worte eines Mannes, der es wissen muss.

Auch mutige Helfer setzen ihr Leben bei einer Rettung aufs Spiel. So endete eine selbstlose Rettungsaktion eines 44-Jährigen im März 2014 tödlich. Der Mann war bei Köln in die Fluten gesprungen, um ein sechsjähriges Mädchen aus dem Wasser zu ziehen. Beide wurden von der starken Strömung mitgerissen. Trotz einer groß angelegten Suchaktion blieb der Helfer verschollen. Zwei Wochen später wurde er dann tot geborgen. Tragisch: Das Mädchen war von Passanten aus dem Rhein gezogen worden und ist ebenfalls gestorben.

Duisburg: Auch mutige Helfer setzen ihr Leben aufs Spiel

Wem diese Geschichte noch nicht abschreckend genug ist: Im August 2020 wären beinah zwei Kinder ums Leben gekommen. Ein vierjähriger Junge war am Rheinufer bei Orsoy durch die Strömung in den Fluss gezogen worden. Seine zwölfjährige Cousine schwamm sofort hinterher, hielt seinen Kopf über Wasser.

Der Schiffsführer einer Fähre sah die beiden und reagierte absolut heldenhaft: Blitzschnell ließ er seine Rampe runter und weitere Helfer konnten die Kinder auf die Fähre ziehen – Rettung in letzter Minute!

Duisburg: Viele überschätzen ihre Schwimmkünste

Traurige Zahlen: Im Jahr 2020 gab es insgesamt vier volljährige Badetote im Rhein. 2019 waren es drei. Dabei sollten doch eigentlich grade Erwachsene die Gefahren kennen. Doch oft überschätzen sie sich auch selbst.

Das scheinbar langsam und ruhig fließende Flusswasser lädt geradezu dazu ein, um sich an heißen Sonnentagen abzukühlen. Doch der Schein trügt gewaltig.

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Duisburg: Selbst keine Chance für geübte Schwimmer

„Die Strömungsverhältnisse im Rhein sind für den Laien unberechenbar. Durch Schiffe, Brückenpfeiler und Buhnen kommt es zu Wirbeln, Strudeln und Strömungen, die man auf den ersten Blick nicht erkennt“, betont Michael Blankartz und führt weiter aus: „Selbst geübte Schwimmer haben keine Chance. Und schon gar nicht Menschen, die nicht schwimmen können und nur mal mit den Füßen ins Wasser wollen. Der Strömung zieht einen einfach rein.“

Also liebe Wasserratten: Seid vernünftig und sucht lieber das Freibad auf – dort ist das Schwimmvergnügen um einiges sicherer. (cf)