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Unglaubliche Familienzusammenführung: Vierköpfige Brillenbär-Familie im Duisburger Zoo endlich vereint

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Endlich vereint: Seit dieser Woche lebt die vierköpfige Familie endlich zusammen: In der freien Natur wachsen Brillenbären in der Regel ohne ihren Vater auf. Foto: Madeline Jäger
  • Offizielle Familienzusammenführung der Brillenbären am Donnerstag im Zoo Duisburg
  • Die Brillenbär-Babys und ihre Mutter lebten bisher getrennt von ihrem Vater Pablo in verschiedenen Gehegen
  • Nach einem langen, und nicht ungefährlichen, Prozess wurden die Tiere jetzt zusammengeführt

Duisburg. 

Am Donnerstagmorgen tummelten sich Presse und Besucher lange um ein ganz bestimmtes Gehege im Zoo Duisburg. Alle wollten sich die neue Brillenbär-Familie anschauen.

Denn: Die besondere Familienzusammenführung der Tiere ist geglückt. Die zwei noch kleinen männlichen Brillenbären Ariba und Teju leben jetzt erstmals mit beiden Elternteilen zusammen in einem Gehege.

„Anfang der Woche haben wir die Tiere zusammengebracht und es gab von keiner Seite Aggressionen“, erklärt Biologe Volker Grün gegenüber DER WESTEN.

Gerade am Anfang: Nur weniger und behutsame Tierpfleger im Einsatz

„Das ist nicht immer so“, erklärt der Biologe weiter. Mit den Tieren müssten Pfleger behutsam umgehen, denn zum Beispiel zu viele Fremde könnten bei den Muttertieren gerade am Anfang, wenn die Babys noch sehr klein sind, Angst und Aggressionen auslösen.

Die Irritation könne sogar so weit gehen, dass die Mütter sich nicht mehr um die Brillenbär-Babys kümmern, weil sie sie für Fremde halten und ihre Babys schließlich auffressen.

So würde es in der Natur immer wieder vorkommen.

Brillenbären: Aufwachsen im Kreis der Familie? In freier Natur unüblich

In ihrem gewohnten Lebensraum, beispielsweise in Südamerika, ist es nicht üblich, dass die Kinder mit ihren Eltern aufwachsen.

„Der Vater weiß normalerweise gar nicht, welche Bären seine Kinder sind und hält andere Bären in der Regel für Fremde“, so der Biologe.

Deswegen habe man die Bären erst langsam aneinander gewöhnen müssen. Zunächst in Gitterboxen und dann in einem anderen Gehege.

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Aufwendiger Annäherungsprozess: Bären beschnupperten sich zunächst monatelang

„Hier konnten sich die Bären erst einmal beschnuppern und gegenseitig kennenlernen“, erklärt Volker Grün.

Danach habe man die Tiere nach Monaten erst zusammen auf die größere Anlage gelassen.

Hier kannst du dir anschauen, wie klein und süß die beiden Brillenbärbabys noch vor einigen Monaten aussahen:

„Es gibt keine Feindseligkeit“

„Bisher hat die Annäherung gut funktioniert, es gibt keine Feindseligkeit“, sagt Grün.

„Es ist wie bei einem Spielplatz, die Kleinen dürfen erst noch nicht auf jedes Gerät, erst nach und nach, wenn sie älter und verantwortungsbewusster geworden sind, dürfen sie auf die gefährlicheren Plätze“, erklärt der Biologe. Jetzt sei der besondere Zeitpunkt gekommen.

Biologe: Eingewöhnungsphase ist vorbei

Die beiden Brillenbär-Babys wurden an Heiligabend 2017 im Duisburger Zoo geboren. Die ersten Monate danach verbrachten sie mit ihrer Mutter Huanca (11) und komplett ohne den Vater Pablo (20 Jahre) in einem kleineren Gehege.

„Die Bären leben seit dieser Woche alle zusammen im Hauptgehege, bislang ohne jegliche Probleme“, so der Biologe. Diese Eingewöhnungsphase ist jetzt vorbei.