Duisburg

Weniger Menschen wollen kleinen Waffenschein in Duisburg: Gefühl der Sicherheit zurückgekehrt?

Madeline Jäger
Nach den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht stieg die Nachfrage an Gas-und Schreckschusspistolen in Duisburg sprunghaft an: Die Anträge auf den Kleinen Waffenschein häuften sich.
Nach den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht stieg die Nachfrage an Gas-und Schreckschusspistolen in Duisburg sprunghaft an: Die Anträge auf den Kleinen Waffenschein häuften sich.
Foto: imago/ Ralph Lüger (Symbolbild)

Duisburg. Die Zahl der Anträge für den Kleinen Waffenschein, der es erlaubt, Gas- und Schreckschusspistolen auch in der Öffentlichkeit bei sich zu tragen, ist 2016 in Duisburg sprunghaft gestiegen. Bis zum Sommer 2016 hatte die Polizei schon 1.400 Anträge bearbeitet und 1.200 genehmigt. Insgesamt gab es 2000 Anträge in Duisburg im Jahr 2016 - ein Jahr zuvor waren es nur 200. Ein Anstieg von 1000 Prozent.

Kölner Silvesternacht löste Aufrüstungstrend in Duisburg aus

„Nach der Kölner Silvesternacht 2015 hat es einen starken Anstieg von Anträgen für den Kleinen Waffenschein gegeben“, so Ramon van der Maat, Sprecher der Polizei Duisburg im Gespräch mit DER WESTEN.

Die Kölner Silvesternacht hatte das Sicherheitsgefühl mancher Menschen in Deutschland offenbar beeinträchtigt: Immer wieder hätten sich 2016 verunsicherte Duisburger auch bei der Polizei gemeldet, so van der Maat.

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Anträge auf Kleinen Waffenschein 2016: Zuwachs um 1.000 Prozent

Doch wie aus den aktuellen Zahlen der Duisburger Polizei hervorgeht, sieht die Situation inzwischen anders aus. Im Jahr 2017 haben die Duisburger nur noch 700 Anträge auf den Kleinen Waffenschein gestellt. „Wir erkennen hier einen klaren Rückgang dieser Entwicklung seit dem letzten Jahr“, so Polizeisprecherin Jaqueline Grahl.

Neue Zahlen für das junge Jahr 2018 habe man noch nicht, doch die Polizei geht davon aus, dass „der Trend weiter rückläufig ist“, so die Sprecherin.