Duisburg

Kopftuchverbot in Duisburger Sportverein: Ganz normales Hausrecht oder Diskriminierung?

Die Mitglieder des BSF müssen sich an die Vereinssatzung halten. Kopftücher sind verboten. Das musste auch eine Mutter feststellen.
Die Mitglieder des BSF müssen sich an die Vereinssatzung halten. Kopftücher sind verboten. Das musste auch eine Mutter feststellen.
Foto: BSF Hamborn 07 e. V. topfit/ Funke Foto Services/ Fotomontage: DER WESTEN

Duisburg. Es ist der Aufreger der letzten Woche. Der Sportverein BSF Hamborn 07 Top-Fit wollte eine muslimische Familie nicht aufnehmen (wir berichteten). Der Grund: Die Mutter trug bei der Anmeldung der Tochter zum Tanzkurs ein Kopftuch.

Auch unsere Facebook-User haben eine Meinung zu dem Thema

Die meisten unserer User bei DER WESTEN stimmen der Vereinssatzung zu und finden es richtig, dass ein religiöser Hintergrund beim Sport keine Rolle spielen sollte.

Andreas M. schreibt: „Nicht unterkriegen lassen, wenn die Regeln so sind, sind sie halt so. und wenn sich andere daran halten, die auch den gleichen glauben haben, dann kann ich nicht verstehen warum da so'n Stress gemacht wird von anderen.‟

Mareike B. meint: ... „Religion gehört nach Hause. Dazu gehören auch Kopftücher und alles andere.‟

Marc D. fragt: „Wie würden wohl Muslime reagieren, wenn ich mit kurzer Hose, Sandaletten und Oberkörper frei eine Moschee betreten würde? Ergo: Hausrecht! Entweder akzeptiert man die Kleiderordnung (welche an der Eingangstür statt findet!) oder man lässt es.‟

Und Lola B. schreibt: „Wenn die Vereinregeln so sind und der Rest damit klar kommt ist alles in Ordnung. Ich würde auch die Vorschriften nicht verändern, nur weil es Jemanden nicht passt. Dann muss die Frau für ihre Tochter einen anderen Verein suchen oder falls es jemanden gibt in der Familie welche kein Kopftuch trägt, kann diese das Kind anmelden. Und gegen die Drohung würde ich rechtliche Schritte einleiten. Es gibt nun mal Regel in Vereine, die gelten für alle ohne Ausnahme.‟

Detlef Q. schreibt. „Der Verein hat alles richtig gemacht. In Diskotheken gibt es auch eine Kleiderordnung, dort wird auch so mancher abgewiesen und bekommt kein Trauma.‟

Doch es gibt auch einige Stimmen, die gegen das Kopftuchverbot sind

Allerdings ist die Zahl der Stimmen sehr gering.

Peter P. geht das Ganze zu weit: „So eine blödsinnige Vereinssatzung. Befinden wir uns eigentlich schon Richtung 4. Reich, in dem wir andere Menschen ausgrenzen? Warum dürfen Mädchen kein Kopftuch tragen beim Sport?...‟

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Und Thorsten S. beruft sich auf die westliche Toleranz, die ihm fehlt: „Na ja, Vorschrift ist Vorschrift. Schade finde ich das den Kindern nicht die westliche Toleranz zu Gute kommt. Ehrlich gesagt finde ich es toll das die Eltern einen Tanzkurs zustimmen. Solange die Kids nicht mit Kopftuch um die Ecke kommen warum nicht...‟

Thorsten-Michael B. ist auch nicht zufrieden mit dem Verbot: „Ich finde es auch nicht gut, da die Kinder die Leidtragenden sind, aber der Verein hat nun mal Hausrecht.‟

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