Duisburg

Duisburger wütend über Jobcenter-Methoden für Hartz-IV-Empfänger: „Gibt Mitarbeiter, die gegen die Kunden arbeiten“

Ärger über das Jobcenter.
Ärger über das Jobcenter.
Foto: dpa

Duisburg. Susanne Willach (52) hat ausgepackt! Die Ex-Mitarbeiterin im Jobcenter Duisburg sagt über die Hartz-IV-Methoden im Jobcenter: „Es geht nicht um Menschen, es geht darum, Statistiken zu erfüllen.“

Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin hatte gegenüber DER WESTEN berichtet, dass Gelder für Maßnahmen verschwendet werden (hier die ganze Geschichte lesen). „Es werden Gelder verschwendet an Bewerbungstrainings, an Maßnahmen, die nicht zielführend sind“, sagt die Duisburgerin.

Duisburger wütend über Jobcenter-Methoden für Hartz-IV-Empfänger

Konkret hatte sie über ein Jobspeeddating-Event in Duisburg berichtet. Im Vorfeld hatten Kunden ein Bewerbungstraining bekommen. Im Anschluss, so Willach, seien weitere Gelder bewilligt worden und deshalb hätten die Mitarbeiter erneut ein Bewerbungstraining ihren Kunden „aufbrummen müssen“.

Auch Angela T. berichtet auf Facebook von ähnlichen Erfahrungen: „Natürlich werden Gelder verschwendet. Auch in Gelsenkirchen gab es ein Speeddating mit einem 3-tägigen Bewerbungstraining. Nur am 1.Tag war das Training bereits beendet, weil ja alle so nett mitgemacht haben“, erzählt sie.„Da haben die Arbeitssuchenden den Stick mit ihren Bewerbungsunterlagen in die Hand gedrückt bekommen und fertig. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was dieser Mist gekostet hat. Aber ist ja egal, sind ja nur Steuergelder.“

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User berichtet von Ärger über Staplerschein

Ein weiteres Beispiel der ehemaligen Jobcenter-Mitarbeiterin. Viele Kunden, die etwa als Lagerarbeiter tätig werden könnten, würden aber keinen Staplerschein als Maßnahme bezahlt bekommen. Karsten A. schreibt dazu auf Facebook: „Ich war auch dort habe meinen Staplerschein selber bezahlt. Da sagte ich, dass ich 3 Tage nicht abkömmlich bin. Die Frage darauf war, warum? Ich sagte, ich mache einen Staplerschein, bezahle ihn aus eigener Tasche. Die Antwort war: 'Dann müssen wir ihnen 3 Tage Urlaub und für 3 Tage Geld abziehen.“

Nicht die einzigen Kritikpunkte, die User anprangern. Hartmut R. kritisiert in seinem Post: „Ich hatte 4 Sachbearbeiter, und der eine wusste nicht was der andere macht.“ Er berichtet von einer Anekdote im Jobcenter: „Dann hatte ich ein Termin, bin pünktlich da gewesen, sollte um 10 Uhr da sein, bis 20 nach 10 hab ich gewartet und dann geklopft. Die Tür stand im Spalt auf, konnte noch sehen, dass er Pinbool am spielen war. Als er mich sah schnell weg gedrückt.“

„Gibt Mitarbeiter, die gegen Kunden arbeiten“

Auch Sven H. berichtet über seine Erfahrungen mit dem Jobcenter in Duisburg: „Es gibt leider Mitarbeiter dort, die wirklich gegen Kunden arbeiten, wie die Dame es erwähnt. Ich hatte hinterher das Glück eine gute Beraterin zu bekommen und mir geholfen hat meinen Weg zu gehen.

Es ist möglich was zu erreichen, um aus diesem Sumpf zu kommen. Man muss nur die richtige Einstellung haben, einen guten Mitarbeiter dort erwischen und Durchhaltevermögen besitzen. Ich danke der netten Dame, die hoffentlich so bleibt wie sie zu mir war. Ich bin froh damit nix mehr an der Mütze zu haben.“

 
 

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