Duisburg

Die erste Schrottimmobilie in Duisburg-Marxloh wieder eröffnet: Dieses Haus erkennst du nicht wieder!

So sah das Haus vor der Sanierung aus.
So sah das Haus vor der Sanierung aus.
Foto: Imago/Reichwein
  • Seit 2014 bekämpft die "Taskforce Problemimmobilien" in Duisburg Marxloh die Problemhäuser
  • Die erste Schrottimmobilie wird nun nach der Sanierung wieder geöffnet
  • Auf der Liste der Taskforce stehen noch weitere 55 Schrottimmobilien

Duisburg-Marxloh genießt keinen allzu guten Ruf. Seit 2014 versucht die von der Stadt Duisburg ins Leben gerufene „Taskforce Problemimmobilien“ Schrottimmobilien in den Stadtteilen Marxloh und Hochfeld aufzukaufen und zu sanieren.

Die erste Immobilie wurde von der Stadt in August 2017 für weniger als 50.000 Euro gekauft.

Welche Schrottimmobilien von der Stadt gekauft und saniert werden, wird von der Taskforce entschieden. Die Problemimmobilien werden dabei auf eine Liste gesetzt, die ständig erneuert wird. Ende Februar 2018 befanden sich 55 Immobilien auf der Liste.

Duisburg-Marxloh: Erste Schrottimmobilie saniert und wiedereröffnet

Nun wurde die erste von den 32 geschlossenen Schrottimmobilien nach der Sanierung wieder geöffnet. Das Gebäude in der Hagedornstraße in Duisburg-Marxloh war eins der ersten, die von der Taskforce anvisiert wurde. Das Gebäude wurde im November 2016 untersucht und wegen schwerwiegender Brandschutzmängel geschlossen. Im Januar dieses Jahres begannen schließlich die Sanierungsarbeiten.

Nach der Wiedereröffnung erkennt man das Haus kaum wieder. Alle festgestellten Mängel wurden beseitigt. Auch die Hausfront wurde komplett saniert.

Der Staatsminister Michael Roth war außerdem in Duisburg zu Besuch und hat sich ebenfalls ein Bild von der neuen Immobilie vor Ort gemacht. Sein Kommentar dazu: „Ich bin beeindruckt über die bisherigen Anstrengungen der Stadt Duisburg, die schon zu sichtbaren Erfolgen geführt haben“.

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Stadt Duisburg: Eigentümer sind die Ursache für die zahlreichen Schrottimmobilien

Die "Taskforce Problemimmobilien" sieht die Ursache für das Problem vor allem in den Eigentümern der Schrottimmobilien. Diese vermieten ungeeignete Wohnungen an Familien aus Bulgarien und Rumänien, die von den Schlepperbanden nach Deutschland geholt werden. Somit setzte sich die Taskforce als Ziel, nicht nur die Wohnverhältnisse der Zuwanderer zu verbessern, sondern auch die Taten der kriminellen Vermieter zu unterbinden.

Auch der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link betonte die Wichtigkeit solch einer Zielsetzung: „Die Neueröffnung des Hauses ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Taskforce nicht nur punktuell gegen Sozialbetrug vorgeht, sondern für eine dauerhafte Verbesserung im Quartier sorgt“.

Eigentümer sollen regelmäßig kontrollieren

Der neue Eigentümer des sanierten Gebäudes verpflichtete sich zudem schriftlich, dass er zukünftig regelmäßige Kontrollen gegen Vermüllung und Überbelegung der Wohnungen vornehmen wird. (ses)

 
 

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