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Duisburg: Kinder nahe Grundschule schwer verletzt ++ Polizei schnappt Verdächtigen – der hüllt sich in Schweigen

Polizei-Einsatz nahe einer Grundschule in Duisburg-Marxloh! Zwei Kinder wurden lebensgefährlich verletzt aufgefunden, ein Verdächtiger festgenommen.

© Foto: Justin Brosch/ ANC-NEWS

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Das sind die Sehenswürdigkeiten und einige wichtige Fakten über Duisburg.

Polizei-Einsatz nahe einer Grundschule in Duisburg!

Auf der Dahlstraße in Duisburg-Marxloh, im Umfeld einer Grundschule, wurden am Mittwoch (28. Februar) zwei verletzte Kinder aufgefunden. Das bestätigte die Polizei Duisburg auf Nachfrage von DER WESTEN.

Unsere Reporterin war vor Ort, hier mehr dazu.

Duisburg: Zwei verletzte Kinder ++ Verdächtiger geschnappt

Wie die Polizei Duisburg kurze Zeit später mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 12 Uhr alarmiert, weil zwei Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren schwer verletzt worden sind. Die Kinder hatten sich zur nahegelegenen Grundschule gerettet, mittlerweile werden sie in Krankenhäusern behandelt. Lebensgefahr besteht nicht. Und wie die Polizei am Freitag (1. März) mitteilt, sind sie bereits auf dem Weg der Besserung.

Zwei Kinder in Duisburg verletzt. Foto: Foto: Justin Brosch/ ANC-NEWS

Die Polizei konnte kurz darauf einen 21-Jährigen festnehmen. Er steht im Verdacht, die beiden Schüler angegriffen zu haben. „Es besteht aktuell keine Gefahr für die Bevölkerung“, so die Polizei Duisburg.


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Der Bereich rund um die Tatörtlichkeit wurde großräumig abgesperrt. „Mit welchem Gegenstand die Schüler verletzt worden sind und was die Hintergründe der Tat sind, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, hieß es von der Polizei. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg wird der 21-Jährige wegen des Verdachts des versuchten Mordes einem Haftrichter am Donnerstag (29. Februar) vorgeführt.

Kinder bekommen seelische Unterstützung

NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) zeigte sich schockiert. „Jede solche Tat ist schrecklich, besonders wenn zwei ganz junge Menschen, denen unser ganz besonderer Schutz gelten sollte, so etwas durchleben müssen, bestürzt mich das zutiefst. In Gedanken bin ich bei den beiden Kindern, ihren Eltern, Familien und Freunden sowie bei den Lehrerinnen und Lehrern der Schule.“ Sie sicherte der betroffenen Grundschule jede nötige Unterstützung zu.

So sei die Schule bereits am Tattag durch die Schulaufsicht und die Schulpsychologie eng betreut worden. Aus dem NRW-Schulministerium hieß es, dass auch in den kommenden Tagen noch Schulpsychologen neben der Seelsorge eingesetzt werden. Derzeit berate die Schulpsychologie mit der Schulleitung das weitere Vorgehen, etwa welche Gesprächs- und Unterstützungsangebote und Informationen für Eltern es gebe, teilte eine Sprecherin der Bezirksregierung mit.

Neue Hinweise zu Tatwaffen

Wie am Donnerstagmorgen (29. Februar) bekannt wurde, sollen die Kinder bei dem Messer-Angriff schwer verletzt worden sein. Gegen den 21-Jährigen wird weiterhin wegen versuchten Mordes ermittelt. Viele Informationen gaben die Ermittler bislang noch nicht über den Tatverdächtigen preis. Es soll sich bei ihm um einen Deutsch-Bulgaren handeln, der die Tat alleine begangen haben soll. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. Am Tatort stellten die Ermittler zwei Messer und einen Hammer als mögliche Tatwaffen sicherte.

Trotz gegenteiliger Berichte sollen die Kinder nicht lebensgefährlich verletzt worden sein. Die Ermittlungen dauern weiter an. Noch sind einige Fragen offen. So etwa, warum der 21-Jährige auf die Grundschüler losgingen und in welchem Verhältnis sie zueinander standen. Bisher schweige der Tatverdächtige noch. (mit dpa)