„Tatort“ aus Dortmund: ARD zeigt Bergbau-Tatort – Zuschauer sind entsetzt!

So soll es in Dortmund aussehen.
So soll es in Dortmund aussehen.
Foto: WDR/Thomas Kost

Immer wieder Sonntags flimmert der „Tatort“ über die Fernsehschirme. Dieses Mal wird in der Stadt des Bundesliga-Tabellenführers ermittelt – Dortmund.

Worum geht's? In einer Zechensiedlung wurde eine Leiche gefunden. Ein Mann wurde von hinten erschossen. Das Besondere: Das Opfer war im Verein „Ewigkeit e.V.“. Einer Organisation, die sich für den Erhalt des Bergbaus einsetzt.

„Tatort“ aus Dortmund: Thema Bergbau

Ein „Tatort“, der den Bergbau in den Mittelpunkt stellt. Ausgestrahlt nur wenige Wochen, nachdem im Ruhrgebiet die letzte Zeche endgültig dicht gemacht hat. Eigentlich eine gute Idee.

+++ Tatort Weimar in der ARD: Darüber lachen sich die Zuschauer schlapp +++

Die Darstellung jedoch stößt bei den meisten Zuschauern auf eher wenig Gegenliebe. So kann man in den ersten Minuten des „Tatorts“ aus Dortmund denken, man wäre in einer Zombie-Siedlung gelandet. Graue Wände, düstere Farben, gesperrte Straßen, zugenagelte Fenster.

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Zuschauer sind entsetzt

Klar, dass das bei Ruhrpott-Romantikern auf Twitter nicht gut ankommt.

  • Ralf R.: „Detroit? Nein – Dortmund.“
  • Jurgen: „Ziemlich tote Gegend.“
  • Christian A: „Idylle hat einen Namen: Dortmund.“
  • Bianca K.: „Der morbide Charme des Verfalls. Schon mal ein stimmungsvolles Intro.“
  • mari ok.: „Blühende Landschaften!“
  • Lütte D.: „Schöner Wohnen.“
  • St. Mueller: „Ich glaube, die Tristesse dieses Stadtteils hat ihn umgebracht,“
  • deutschmikey: „Schon einfach Orte den Ruhrpott mit der DDR zu verwechseln.“
  • Memmo: „Wer sehen will, wie Dortmund ganz sicher nicht ist, guckt Tatort.“
  • Metacilla: „Wer dort wohnen muss ist zu bedauern. Das ist ja schlimmer als Pirmasens, Völklingen und Neunkirchen im Saarland zusammen.“
  • tilie: „So hässlich ist es in Dortmund nicht... wurde sicherlich in Gelsenkirchen gedreht!“
  • moloko_plus: „Bei aller Sympathie für den Dortmunder Tatort: Bei der gleichen Klischeedichte würden Leitmeyer und Bartic in München in Lederhosen rumlaufen und ganztägig schuhplatteln.“
  • derJulian: „Kleiner Funfact: Um das Elend im Dortmunder Tatort möglichst realistisch darzustellen, wurde in Gelsenkirchen gedreht.“

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Und auch im Film wird immer wieder auf die Verwahrlosung der Stadt aufmerksam gemacht. Die Protagonisten wollen wegziehen, sind frustriert. Arbeitslosigkeit und Alkoholgenuss stehen im täglichen Einklang.

Kein schönes Bild für die Revier-Metropole Dortmund, das der „Tatort“ da entwirft. Die Quoten waren dennoch nicht schlecht. 9,22 Millionen Menschen schalteten den Tatort aus Dortmund ein.(göt)

 
 

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