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Dortmund: Plötzlich sackt die Erde weg – Straße nach Tagebruch nicht mehr befahrbar

Schicht im Schacht - Die Geschichte des Bergbaus im Ruhrgebiet

Dortmund. 

In Dortmund haben Anwohner einen mächtigen Schrecken bekommen, als plötzlich die Erde weggesackt ist.

Denn in Dortmund in der Germaniastraße ist seit Mittwoch die Fahrbahn nicht mehr nutzbar.

Tagebruch in Dortmund macht Straße unbefahrbar

Nach Angaben der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) hat es in der Germaniastraße einen Tagebruch gegeben. Verletzt worden ist nach ersten Erkenntnissen niemand.

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Die Bus-Linie 463 wird in beiden Fahrtrichtungen umgeleitet. Die Haltestellen Froschlake, Germaniastraße, Vorstenstraße und Kesselborn entfallen. Als Alternative können die Haltestellen der Linie 462 genutzt werden.

Tagebruch ist ein Phänomen im Bergbau

Als Tagebruch bezeichnet wird ein Bergschaden, der nach Verbrüchen im Untergrund bis an die Oberfläche durchbricht. Bergmänner nennen die Erdoberfläche „Tag“, daher stammt der Begriff Tagebruch.

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Ein paar Fakten über die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt (als ‚Throtmanni‘)
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

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Tagebrüche kommen im Ruhrgebiet sehr häufig vor, da der Bergbau über Jahrzehnte praktiziert worden ist. Dafür wurden zahlreiche unterirdische Stollen angelegt, um Braun- und Steinkohle abzubauen. Die letzte Zeche im Ruhrgebiet ist 2018 stillgelegt worden. Es handelt sich um die Zeche Prosper Haniel in Bottrop. (fb)