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Dortmund: Vermummte Beamte in der Nordstadt – das steckt hinter der Razzia

Beamte mit Sturmhauben haben am Donnerstagmittag für Aufsehen in Dortmund gesorgt. Dahinter steckt eine Razzia des Zolls in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bochum.Eine Sprecherin aus dem Hauptzollamt Dortmund bestätigte, dass zahlreiche Gebäude durchsucht wurden – und das im gesamten Ruhrgebiet.Dortmund: Razzia in der Nordstadt – das steckt dahinterDortmund, Essen, Herne, Oer-Erkenschwick, Schwerte und Solingen – […]

© Markus Wüllner / news4 Video-Line

Verbrechen in NRW

So viel Arbeit hat die Polizei wirklich

Beamte mit Sturmhauben haben am Donnerstagmittag für Aufsehen in Dortmund gesorgt. Dahinter steckt eine Razzia des Zolls in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bochum.

Eine Sprecherin aus dem Hauptzollamt Dortmund bestätigte, dass zahlreiche Gebäude durchsucht wurden – und das im gesamten Ruhrgebiet.

Dortmund: Razzia in der Nordstadt – das steckt dahinter

Dortmund, Essen, Herne, Oer-Erkenschwick, Schwerte und Solingen – Beamte des Hauptzollamts Dortmund haben am Donnerstag insgesamt 28 Gebäude unter die Lupe genommen – darunter auch eine Wohnung in der Dortmunder Nordstadt.

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„Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges“, teilte das Hauptzollamt Dortmund mit. Demnach bestehe der Verdacht, das die Verdächtigen unrechtmäßig Hartz IV und Kindergeld bezogen haben.

Dortmund
In Dortmund durchsuchen Einsatzkräfte des Zolls mehrere Gebäude. Foto: Markus Wüllner / news4 Video-Line

Das ist die Stadt Dortmund:

  • wurde 880 erstmals schriftlich erwähnt
  • hat 588.250 Einwohner (Stand: Dezember 2019) und ist damit die neuntgrößte Stadt Deutschlands
  • nach Fläche und Einwohnerzahl die größte Stadt im Ruhrgebiet
  • der Signal-Iduna-Park (Heimstadion von Borussia Dortmund) ist mit über 81.000 Plätzen das größte Fußballstadion Deutschlands
  • weitere Sehenswürdigkeiten: Westfalenpark, Dortmunder U, Deutsches Fußballmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Westphal (SPD)

Das war die Betrugs-Masche in Dortmund, Essen und Co.

Der Hauptverdächtige soll als Verantwortlicher verschiedener Unternehmen vorgetäuscht haben, zahlreiche Menschen aus Südosteuropa als Bauhelfer oder Reinigungskräfte oder Reinigungskräfte zu beschäftigen.

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Gemeinsam mit Helfern soll der Beschuldigte für die angeblichen Arbeitnehmer falsche Arbeitsverträge und Lohnabrechnungen erstellt haben. Mit diesen Dokumenten sollen dann Sozialleistungen und Kindergeld beantragt worden sein.


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Wie viel Beute die Betrüger mit der Masche gemacht haben ist noch unklar. Die Ermittler gehen von einem mindestens sechsstelligen Bereich aus.

Die Ermittlungen der für den Fall zuständigen Staatsanwaltschaft Bochum dauern an.