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Dortmund: Mercedes-Raser fährt mehr als 100 km/h zu schnell – Polizei traut ihren Augen nicht

Über 100 Stundenkilometer zu schnell! Was die Polizei Dortmund hier miterlebte, schlägt jedem Fass den Boden aus.

© IMAGO / imagebroker/begsteiger

Mit 15 am Steuer: Jugendliche Autofahrer in Schweden

Sie sind zu jung für einen Autoführerschein und dürfen doch am Steuer sitzen: Schwedische Jugendliche ab 15 Jahren können Auto fahren, wenn sie einen Roller- bzw. Traktor-Führerschein haben und das Fahrzeug nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fährt. Die sogenannten A-Traktoren erfreuen sich vor allem bei Stadtkindern zunehmend großer Beliebtheit. Doch die Regelung ruft auch Kritiker auf den Plan.

Geschwindigkeitsüberschreitungen beobachten die Polizisten in unserem Land tagtäglich. Als Außenstehender schenkt man den Berichten über Autofahrer, die mit 50 durch die 30er-Zone brettern, kaum noch Beachtung. Doch das, was die Polizei Dortmund kürzlich beobachtete, schlägt dem Fass den Boden aus.

Mit Rasern kennt sich die Stadt Dortmund besonders gut aus. Der Wall in der Revierstadt wird häufiger zum Treffpunkt der Tuner-Szene, die sich mit ihren aufgemotzten Karren riskante Rennen liefern.

Doch das, was sich am Dienstag (27. Februar) in Dortmund zutrug, hatte nichts mit Autorennen zu tun. Hier pfiff ein junger Fahrer einfach auf jegliche Verkehrsregeln!

Dortmund: Raser fährt über 100 km/h zu schnell

20 Jahre alt ist der Autofahrer, der am frühen Dienstagnachmittag an der Autobahnpolizei Dortmund im Stadtteil Asseln vorbeibrauste. In seinem Mercedes A 200 raste er über die L 663. 70 Stundenkilometer sind dort erlaubt – doch der junge Mann drückte deutlich heftiger aufs Gaspedal.

Unfassbare 186 Stundenkilometer schnell war der 20-Jährige – mehr als 110 km/h über der erlaubten Obergrenze! Die Polizei Dortmund zeigte sich fassungslos. In ihrer Pressemitteilung halten die Beamten bereits an, dass dieses Verhalten deutlich mache, wie der Fahrer zu den Themen „Rücksichtnahme und Respekt vor dem Leben im Straßenverkehr “ stehe.

Saftige Bußgeld-Strafe für Mercedes-Raser

„Bei 186 km/h legte der Mercedes des 20-Jährigen 51 Meter pro Sekunde zurück“, rechnet die Polizei vor. „Würde dann 100 Meter vor ihm ein Hindernis auf der Straße stehen (zum Beispiel ein Pkw mit einer Panne) hätte der 20-Jährige nach vorn nicht mehr genug Platz, um rechtzeitig zu bremsen. Denn in einer einsekündigen Reaktionszeit würde er mit den 186 km/h bereits mehr als 50 Meter zurücklegen. Bei einer Gefahrenbremsung hätte sein Mercedes mindestens 230 Meter bis zum Stillstand zurückgelegt. Der 20-Jährige wäre also mit voller Wucht in den liegengebliebenen Pkw gefahren.“


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Auf den 20-Jährigen kommt nun eine saftige Strafe zu. Der Führerschein ist für drei Monate weg, mindestens 700 Euro Bußgeld – und sollte sich belegen lassen, dass der junge Mann trotz Kenntnis der Geschwindigkeitsgrenze mit vollem Vorsatz beschleunigt hatte, könnte sich das Bußgeld sogar verdoppeln.