Bochum

Nach Hygienemangel-Verdacht: Betreiber von Peru-Kartoffel-Stand auf dem Weihnachtsmarkt überrascht mit dieser Aussage

Carmen und Lydia verkaufen in Bochum die peruanischen Kartoffeln.
Carmen und Lydia verkaufen in Bochum die peruanischen Kartoffeln.
Foto: Svenja Hanusch / Funke Foto Services

Bochum. Noch vor rund einer Woche rückten die Polizei und das Ordnungsamt an, um den Peru-Kartoffel-Stand auf dem Weihnachtsmarkt Bochum zu schließen. Ein Verdacht auf Hygienemängel war der Grund. Einen Tag später öffnete Inhaber Volker Reitzig seinen Stand aber schon wieder. Doch sind die Schlangen an seinem Stand seitdem zurückgegangen?

„Die Schlangen sind weitaus größer geworden. Wir haben jetzt sogar 40 Prozent mehr Umsatz“, sagt Reitzig erfreut. Die Menschen hätten seine Qualität halt zu schätzen gewusst, meint er. Niemand habe sich beschwert. Manche Weihnachtsmarkt-Besucher kämen sogar an seinen Stand, um Anteilnahme zu bekunden, auch obwohl sie gar keine Peru-Kartoffel essen wollen, führt er weiter aus.

Peru-Kartoffel auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt: Umsätze sind gestiegen

„Ich führe den Stand in diesem Jahr das erste Mal in Bochum. Ich kannte so etwas nicht. Und auf einmal prasseln da Sachen auf mich nieder“, meint der Bochumer.

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Hackfleisch von der Karte gestrichen - Gambas stehen jetzt auf dem Speiseplan

Da eine Mitarbeiterin, der er noch am Tag der Schließung zuvor entlassen hatte, Anschuldigungen gegenüber der Hackfleisch-Produktion erhoben hatte, wurde der Stand am vergangenen Dienstag geschlossen, um der Sache auf den Grund zu gehen.

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Nach einem Gespräch mit dem Ordnungsamt und Veterinäramt der Stadt habe sich Reitzig dazu entschlossen, die Hackfleisch-Füllung gegen Gambas zu tauschen. Das sei seine freiwillige Entscheidung gewesen und nicht die des Ordnungsamtes, sagte er.

Für die Hackfleischfüllung sei der Produktionsweg in einer Privatwohnung nicht korrekt gewesen, teilte eine Stadtsprecherin auf Nachfrage von DER WESTEN mit und betont auch, dass es seitens der Kunden keinesfalls Beschwerden bezüglich der Qualität gegeben habe. Niemand habe über Bauchschmerzen oder Ähnliches geklagt. Der Inhaber habe nur keine legale Produktionskette gewählt.

Und so hat sich Reitzig für Gambas entschieden, die frisch an dem Stand zubereitet werden. So konnte die Peru-Kartoffel am nächsten Tag wieder verköstigt werden.

Peru-Kartoffel mit Gamba-Füllung sei sehr beliebt

Und die Gamba-Füllung sei der Hit, betont der Neu-Gastronom. Die Kunden wählten viel öfter die Peru-Kartoffel mit den Gambas statt die Alternative mit Käse-Schinken, erzählt der Betreiber weiter.

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Seit 1989 träume Reitzig davon, seinen eigenen Peru-Kartoffel-Stand zu eröffnen - nach dem erfolgreichen Pendant vom Essener Weihnachtsmarkt. In diesem Jahr hat er diesen Traum in die Wirklichkeit umgesetzt. „Ich hoffe nur, dass ich nächstes Jahr mit meinem Stand wiederkommen kann“, sagt der Betreiber des Peru-Kartoffel-Stands. (js)