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Bochum: Große Angst um ukrainische Partnerstadt Donezk – „Wissen nicht, wie es weitergeht“

Explosionen und Rauch: Bilder aus der Ukraine zeigen offenbar russische Angriffe

Auf Bildern aus mehreren Orten der Ukraine sind offenbar russische Angriffe und vorrückendes russisches Militär zu sehen. Unter anderem sind Explosionen zu hören und Rauchsäulen zu sehen.

Bochum. 

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist endgültig eskaliert. Russische Truppen sind in das Land einmarschiert, es hat bereits erste Angriffe gegeben. Krieg in Europa. Der Verein Donezk-Bochum ist in großer Sorge um die Menschen vor Ort.

Bereits seit 2014 unterstützt der Verein Donezk-Bochum die Menschen in der von Separatisten besetzten ukrainischen Stadt mit Spenden. Jeden Donnerstag wird in der Herner Straße 146 hierfür gesammelt.

Bochum: Verein sorgt sich um die Menschen vor Ort

Doch nach der Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts wissen die Organisatoren nicht, wie es jetzt weitergeht – und sorgen sich um die Menschen vor Ort.

Normalerweise bringt ein LKW die gespendeten Gegenstände in das Land – doch ob das jetzt noch geschieht, steht gehörig auf der Kippe.

Bochum: Schock bei Vereinsmitgliedern sitzt tief

„Man hilft, wo man kann und jetzt muss noch mehr geholfen werden. Die Situation ist dramatisch. Wir wissen nicht, wie es weitergeht und ob wir unsere Kartons rüberbringen können“, erklärt Waltraud Gehrmann vom Verein Donezk-Bochum gegenüber DER WESTEN.

Der Schock bei den Vereinsmitgliedrn sitzt tief. Doch die Spenden-Aktion soll weitergehen. Von der Stadt Bochum hat der Verein dafür weitere Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen. „Wir machen uns große Sorgen um die Menschen vor Ort“, betont Gehrmann.

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Das ist die Stadt Bochum:

  • erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890
  • mit rund 365.000 Einwohnern (Stand: Dezember 2020) die sechstgrößte Stadt in NRW
  • besitzt sechs Stadtbezirke
  • Sehenswürdigkeiten unter anderen: Deutsches Bergbau-Museum, Kemnader See, Eisenbahnmuseum
  • Oberbürgermeister ist Thomas Eiskirch (SPD)

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Bochum: Spenden sollen weitergehen

Auch Leda Prytuluk-Althoff ist in großer Sorge um die Ukraine. Sie hat ihre Wurzeln dort, einer ihrer Cousins lebt hier. Außerdem steht sie in enger Verbindung mit einer Gruppe von Musikerinnen, die in Kiew wohnen. „Ich habe damit gerechnet, dass es zum Krieg kommt. Ich habe jetzt seit einigen Tagen von ihnen nichts mehr gehört und hoffe, es geht ihnen gut.“

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