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Bochum: DIESE Mittel schützen dich vor Corona – gegen ein anderes Virus sind sie allerdings machtlos

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Bochum. 

Fast jeder in Bochum hat seit Beginn der Corona-Pandemie ein Fläschchen Desinfektionsmittel in der Handtasche. Jetzt hat die Ruhruni Bochum herausgefunden: Zwar machen die kleinen Fläschchen Corona zumeist den Garaus.

Gegen ein anderes gefährliches Virus haben die Mittel allerdings keine Chance. Dieses Virus kann dich unter anderem dann erwischen, wenn du dir nach der Zubereitung deines Schweineschnitzels die Finger nicht richtig wäscht.

Bochum: Desinfektion kommt gegen DIESES Virus nicht an

Corona überträgt sich vergleichsweise leicht von einem Menschen auf den anderen. Doch das Virus selbst ist eigentlich gar nicht besonders hartnäckig. Gründliches Händewaschen genügt, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern.

Der Grund dafür liegt in der Beschaffenheit des Virus. Virologen unterscheiden zwischen behüllten und unbehüllten Viren. Zerstört man bei behüllten Viren wie etwa Corona die äußere Hülle, ist ihre Gefahr gebannt.

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Mehr über die Ruhr-Universität Bochum:

  • Mit über 42.000 Studierenden gehört die RUB zu den größten Hochschulen Deutschlands.
  • Im Sommersemester 2021 hatte die Universität über 6.000 hauptamtlich Beschäftigte.
  • Gegründet wurde die Ruhr-Universität im Jahr 1962. Der Lehrbetrieb wurde 1965 aufgenommen.
  • Das Studienangebot erstreckt sich über 21 Fakultäten.

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Das funktioniert prima mit Seife, unterwegs auch mit Händedesinfektionsmitteln von dm, Rossmann und Co. Wichtig ist, dass auf der Verpackung „begrenzt viruzid“ oder „viruzid“ steht. Das trifft zum Beispiel auf die Produkte der Eigenmarken Balea oder Isana zu, aber auch auf Markenprodukte wie Sagrotan oder Lifebuoy.

Diese Mittel schützen laut Ruhruni Bochum allerdings häufig nicht vor dem gefährlichen Virus, das in deinem Schweineschnitzel stecken könnte. Es handelt sich um das Hepatitis-E-Virus (HEV), das schwere Entzündungen der Leber hervorrufen kann. Es kommt in Deutschland und Europa in Schweinen vor.

Ruhruni Bochum: So kannst du dich mit Hepatitis-E anstecken

Infizieren kannst du dich auf zwei Wegen. Der erste: Wenn du rohes oder nicht vollständig durcherhitztes Schweinefleisch isst. Der zweite: Du bereitest rohes infiziertes Scheinefleisch zu und und die gefährlichen Viren bleiben an deinen Händen zurück.

Was also tun – ein Desinfektionsmittel gegen HEV benutzen? Das bringt laut Ruhruni in vielen Fällen nichts. HEV zählt im Gegensatz zu Sars-Cov-2 zu den Viren ohne Hülle. Einige Partikel haben sich allerdings doch eine Hülle zugelegt. Und genau darin liegt das Problem. Prof. Eike Steinmann von der Ruhruni Bochum erklärt: „Nicht alle Desinfektionsmittel sind gleichzeitig gegen behüllte und unbehüllte Viren wirksam.“

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Doch wie kannst du dich vor einer Ansteckung mit dem Hepatitis-E-Virus schützen? Wichtig: Erhitze Schweinefleisch immer, bis es komplett durchgegart ist, das tötet das Virus ab. Frisches Mett solltest du nur vom Metzger deines Vertrauens beziehen.

Um sicherzugehen, dass du den Erreger nach dem Kochen nicht mehr an den Händen hast, hilft gründliches Händewaschen. Damit entfernst du die Viren mechanisch von deiner Haut. Sie werden dadurch jedoch nicht abgetötet. Wische daher nach dem Kochen auch dein Waschbecken und alle Kochutensilien sauber. (vh)