Herne

Bares für Rares im ZDF: „Wollen Sie nicht an mich verkaufen?“ – Brigitte aus Herne löst skurrilen Händlerstreit aus

In diesem Moment gibt Brigitte Biermann zu früh den Zuschlag.
In diesem Moment gibt Brigitte Biermann zu früh den Zuschlag.
Foto: Screenshot/ZDF

Herne. War das der skurrilste Verkauf aller Zeiten bei „Bares für Rares“?

Mit einem Collier von der Mutter war Projekt-Managerin Brigitte Biermann (61) aus Herne zur ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ gekommen.

Ein skurriler Streit sollte sich anbahnen

Dass sie wenig später einen skurrilen Händlerstreit auslösen würde, hätte die 61-Jährige zu diesem Zeitpunkt sicher nicht gedacht.

Doch der Reihe nach. Im Allgäu hätte ihr Vater das edle Stück vor rund fünfzig Jahren für die Mutter gekauft. Schon als kleiner Dötz hätte sie das Collier geliebt, so Biermann. Drum hatte es ihr die Mutter auch zur Hochzeit vermacht. Doch mittlerweile wäre es nichts mehr für sie.

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Drum sollte es nun an einen der „Bares für Rares“-Händler verkauft werden. Doch zuerst stand ja noch die Expertise von Wendela Holtz bevor. „Ein Collier, aus Silber und Gold gearbeitet“, erklärte die Expertin. Besetzt sei es mit Diamanten, die aber nur von ganz niedriger Qualität seien.

Collier aus dem 19. Jahrhundert

Trotzdem, das Collier stamme aus dem 19. Jahrhundert, sei im historisierenden Stil gefertigt und eine echte Rarität – Schätzpreis: 400 bis 500 Euro.

Eine gute Grundlage, um bei den Händlern vorstellig zu werden, schließlich soll mit dem Geld die Bangkok-Reise der Hernerin finanziert werden.

Dass es dann aber so verrückt wird, damit hatte wohl niemand gerechnet.

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Händler überbieten sich im Sekundentakt

Denn kaum hatte die 61-Jährige das Collier auf den Händlertisch gelegt, flogen ihr die Gebote um die Ohren. Vor allem Juwelierin Elke Velten-Tönnies und Kunsthändler Markus Wildhagen hatten es auf das Schmuckstück abgesehen.

Im Sekundentakt überboten sich die Kölnerin und der Düsseldorfer – 300, 400, 500, 550...

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Das Unheil nimmt seinen Lauf

Dann das Gebot von Velten-Tönnies: 570 Euro. Kurzes Nachdenken bei Wildhagen. Doch das missinterpretierte Verkäuferin Biermann falsch, gibt Velten-Tönnies den Zuschlag.

Große Augen bei Markus Wildhagen: „Ich habe doch noch gar nichts gesagt. Was ist denn hier los? Wollen Sie nicht an mich verkaufen?“

„Tschuldigung“, lacht die 61-Jährige, „können wir das noch mal wiederholen?“

Doch das Geschäft war schon abgeschlossen, der Zuschlag an die Kölner Juwelierin gegangen. „Ja, jetzt ist's zu spät“, sagte Händlerkollege Julian Schmitz-Avila ungeniert grinsend.

Das kuriose Ende des wohl skurrilsten „Bares für Rares“-Handels aller Zeiten.

 
 

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