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Tunesien – Frankreich: DAS war im TV nicht zu sehen – Flitzer sendet Botschaft

Bei Tunesien – Frankreich sorgte ein Flitzer für eine Spielunterbrechung. Er sendete eine politische Botschaft.

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Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar treffen die weltbesten Kicker aufeinander. Für einige Stars dürfte es jedoch die letzte WM sein. Wir zeigen dir die Top-Stars der WM in der Wüste.

Beim Spiel Tunesien – Frankreich hat es den nächsten Flitzer gegeben. In der 2. Halbzeit stürmte ein tunesischer Fan auf das Feld. Im TV war diese Szene nicht zu sehen.

Der Fan hatte die Aktion bei Tunesien – Frankreich im Voraus geplant. Er sendete dazu eine politische Botschaft.

Tunesien – Frankreich: Flitzer stürmt mit Palästina-Flagge aufs Feld

In der 67. Minute ertönte plötzlich Geschrei im Education City Stadium in Al-Rayyan. Ein tunesischer Fan war aufs Feld gestürmt, schlug einen Flick-Flack und wurde dann von Ordnern gestoppt. Die Schar von Sicherheitskräfte zogen ihn dann nicht gerade zimperlich aus dem Stadion. Tunesische Spieler baten sie sogar noch, sanfter mit ihm umzugehen.

Die Aktion des Tunesiers war offenbar geplant. Auf seinem T-Shirt stand der Hinweis auf seinen Instagram-Account. Dort lud ein Freund von ihm, nur wenige Minuten nach dem er auf das Feld gestürmt war, ein Video der Aktion hoch.

Auf seinem T-Shirt stand „Tunesien, deine Zeit ist jetzt!“ – dazu hielt der „Mino Bei“, wie er sich bei Instagram nennt, eine Flagge von Palästina in der Hand. Ein Großteil der Tunesier solidarisiert sich mit den Palästinensern. In den vergangenen Partien waren nach ARD-Angaben bereits mehrere „Pro Palästina“-Bekundungen bei Spielen von Tunesien, Saudi-Arabien und Katar zu sehen.

Zweiter Flitzer bei der WM 2022

Bei der WM 2022 ist es der zweite Flitzer, der mit einer politischen Botschaft auf das Spielfeld gestürmt ist. Am Montag (28. November) bei der Partie Portugal gegen Uruguay (2:0) setzte Mario Ferri, ein Italiener, ein Zeichen.


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Ferri lief mit einem Superman-T-Shirt mit dem Schriftzug „Save Ukraine“ („Rettet die Ukraine“) auf der Vorder- und „Respect for Iranian Woman“ („Respekt für iranische Frauen“) auf der Rückseite auf den Platz. Zudem hielt er eine Regenbogenflagge in der Hand. Er ist nach zwischenzeitlicher Festnahme wieder auf freiem Fuß. Was mit dem tunesischen Flitzer passiert, ist noch unklar.