Ex-Schalke-Star Max Meyer löst mit diesem Foto eine hitzige Nazi-Diskussion aus – wegen dieses Details

Der Ex-Schalke-Star Max Meyer löste mit diesem Foto unabsichtlich einen großen Shitstorm aus.
Der Ex-Schalke-Star Max Meyer löste mit diesem Foto unabsichtlich einen großen Shitstorm aus.
Foto: Instagram / Max Meyer

London. Mit diesen Reaktionen hatte Max Meyer wohl nicht gerechnet. Der frühere Spieler des FC Schalke 04 kassierte wegen eines Instagram-Fotos einen gewaltigen Shitstorm.

Dabei hatte Max Meyer nur Gutes im Sinn. Der 23-jährige Ex-Profi des FC Schalke veröffentlichte ein Foto des feierlichen Banketts seines Teams von Crystal Palace nach dem 1:0-Sieg gegen Grimsby im Ligapokal in einer Instagram-Story.

Ex-Schalke-Star Max Meyer löst aus Versehen einen Nazi-Eklat aus

Am Ende des Tisches saß Torwart Wayne Hennessey und sorgte mit einer Geste für reichlich Gesprächsstoff. Der Keeper hielt seine Finger zwischen Mund und Nase, als hätte er einen kleinen Schnauzbart formen wollen. Zudem hob er seinen Arm in eindeutiger Pose.

Für viele Fans war klar: Wayne Hennessey zeigte in dieser Szene den Hitlergruß. Einige Fans waren außer sich. Die englische Boulevard-Presse tat ihr Übriges dazu. Fertig war der Nazi-Eklat!

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„Ich habe doch nur gewunken“

Hennessey meldete sich daraufhin zu Wort und stellte klar: „Ich habe in dieser Szene gewunken und habe demjenigen, der das Foto schoss, zugerufen, er solle sich beeilen. Dabei nahm ich die Hand über meinen Mund, als wollte ich sie als Megafon nutzen.“

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Auf Twitter fügte er hinzu: „In diesem einen ganz kurzen Moment sieht es so aus als würde ich einen besonders unangebrachten Gruß darstellen. Ich kann euch allen versichern, dass ich sowas niemals machen würde. Das ist alles ein kompletter Zufall.“

Alles kompletter Zufall? Viele Fans glauben dem Waliser nicht. „Es ist natürlich ein riesiger Zufall, dass man die Hand zu einem Bart formt und den Arm in dieser Geste in die Luft streckt...wie man es halt so häufig macht“, kommentierte ein User ironisch.

Ob es sich bei der Geste wirklich um Zufall handelt oder nicht, lässt sich wohl nicht mehr beweisen. Fakt ist: Die Instagram-Story von Max Meyer ist mittlerweile schon wieder verschwunden.

Max Meyer bei Crystal Palace

Der Vertrag von Max Meyer beim FC Schalke war im vergangenen Juni ausgelaufen. Nachdem der Mittelfeldspieler wochenlang vereinslos war, schloss er sich im August dem Premier-League-Club Crystal Palace an.

In dieser Saison brachte er es für den Verein aus dem Süden Londons auf 17 Liga-Einsätze, in denen er drei Treffer vorbereitete. Nach 21 Spielen befindet Crystal Palace sich auf dem 14. Tabellenplatz.

Unrühmlicher Abschied auf Schalke

Der Abschied von Max Meyer beim FC Schalke war im Sommer vergangenen Jahres alles andere als glücklich verlaufen. Im Februar hatte der Mittelfeldmotor das Angebot der Königsblauen zur Vertragsverlängerung abgelehnt. Schalke bot ihm eine Verlängerung um vier Jahre - bei einem Jahresgehalt von 5,5 Millionen Euro. Berater Roger Wittmann kommentierte süffisant: „Zwei Emails reichen nicht, um einen Schalker Jungen vom Verbleib zu überzeugen.“

Der Konter von Manager Christian Heidel: „Ich kenne Berater, die schreiben zwei Emails und wollen Millionen dafür. Ich werde das nicht kommentieren. Ich kann nicht glauben, dass er das sagt.“

Ende April gibt Meyer der „Bild“-Zeitung ohne Absprache mit dem Verein ein Interview. Darin kritisiert er den FC Schalke scharf. Zum einen bemängelte Meyer die Vorgehensweise von Manager Heidel. Dieser habe dem Spieler lediglich via Email ein Vertragsangebot vorgelegt, aber niemals das persönliche Gespräch gesucht. Außerdem hätte Tedesco ihn einfach aussortiert. Meyer sprach sogar von Mobbing.

Rauswurf auf Schalke

Am Tag darauf gab Schalke bekannt, dass Max Meyer bis zum Saisonende freigestellt ist. Domenico Tedesco erklärte damals: „Mein Eindruck war sehr lange Zeit, dass Max sich hier sehr wohl fühlt. Das war es auch, was er in persönlichen Gesprächen mit dem Trainerteam zum Ausdruck gebracht hat. Von seinen persönlichen Angriffen bin ich enttäuscht und kann sie nicht nachvollziehen. Weil sie einfach nicht stimmen.“

Christian Heidel war am gleichen Tag im TV-Talk zu Gast und bezog klar Stellung. Mobbing hätte es nie gegeben, so Heidel. Zudem sei er persönlich auf Meyer zugegangen, um mit ihm über eine Verlängerung zu sprechen.

Daraufhin hätte Berater Wittmann das Gespräch mit Heidel gesucht: „Er hat zu mir fast wortwörtlich gesagt: ‚Christian, wir beide müssen erst einmal feststellen, ob wir von dem gleichen Spieler sprechen.‘ Da habe ich ihn gefragt, was das heißen würde. Dann sagt er: ‚Ich rede von dem Weltklasse-Spieler Max Meyer, der in jeder europäischen Spitzenmannschaft Stammspieler sein wird und aller Voraussicht nach zur Weltmeisterschaft nach Russland fährt. Wenn wir von dem gleichen Spieler sprechen, kannst du mir ein Angebot schicken. Sprechen wir von unterschiedlichen Spielern, brauchst du mir kein Angebot zu schicken.‘ Ich habe trotzdem ein Angebot geschickt – aber nicht für den Weltklasse-Fußballer Max Meyer, sondern für einen sehr, sehr guten Bundesliga-Spieler, der das Potenzial hat, noch besser zu werden. Aber schon bei diesem Gespräch hatte ich eine Ahnung, worauf das alles hinausläuft.“

 
 

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