Beim FC Schalke 04 wurde er suspendiert – jetzt spricht der Ex-Profi ganz offen: „War eine Befreiung"

Ker, war dat schön - Schalkes letzte Meisterschaft in 13 Bildern

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Am 18. Mai 1958 feierte Schalke nach einem 3:0 gegen den Hamburger SV seine letzte Deutsche Meisterschaft.

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In der turbulenten Abstiegssaison des FC Schalke 04 rollten einige Köpfe. Für besonders viel Wirbel sorgte die Suspendierung von Nabil Bentaleb, Amine Harit und Vedad Ibisevic.

Ibisevic legte sich mit dem Trainerteam des FC Schalke 04 an und durfte daraufhin seine Sachen packen. Doch rückblickend bereut Ibisevic nichts.

FC Schalke 04 schmeißt Ibisevic raus – Stürmer deutlich: „War eine Befreiung“

Der kurze Aufenthalt beim FC Schalke 04 endete mit dem Karriere-Aus für den 37-Jährigen. Nach 24 Spielen in Folge brodelte es mächtig beim S04 und auch intern lagen die Nerven blank.

Die 0:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg in der letzten Saison brachte das Fass dann zum Überlaufen. Co-Trainer Naldo und Ibisevic gerieten beim Training aneinander und Trainer Manuel Baum setzte sich für die Suspendierung des Spielers ein.

Dabei sei der Zoff mit dem Brasilianer nicht der Hauptgrund für die Vertragsauflösung gewesen. „Unabhängig von dieser Situation, die es im Training gab – was durchaus passieren kann bei einer Mannschaft, bei der es nicht gut läuft –, erhielt ich die Einladung zum Gespräch beim damaligen Sportvorstand Jochen Schneider schon einen Tag vor dem Vorfall. Von daher war bereits alles geplant“, klärte Ibisevic.

Vielmehr sei seine Meinung bei den Schalker-Bossen einfach „nicht so gut“ angekommen. Der Abgang sei „unglücklich gelaufen“, aber im Nachhinein bereue er nichts. „Aber ganz ehrlich: Für mich war das am Ende auch eine Befreiung, weil es für mich sehr schwer gewesen wäre, einfach so weiterzumachen“, sagte er offen im Interview mit „Transfermarkt.de“.

S04 will Stürmer zurückholen und kassiert knallharte Absage

Nach einigen Wochen ruderte der damalige Sportvorstand Jochen Schneider wieder zurück und wollte den erfahrenen Stürmer zurück ins Team holen, doch ohne Erfolg. „Ein zweites Mal hat für mich keinen Sinn gemacht, weil das Vertrauen nicht mehr da war. Ich konnte mir das nicht mehr vorstellen. Aus sportlicher Sicht hätte ich es gemacht, weil ich der Meinung gewesen bin, dass Schalke zu retten gewesen wäre. Nach der ganzen Vorgeschichte kam es für mich aber nicht infrage.“

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Stattdessen ist er mittlerweile zu seinem alten Klub Hertha BSC zurückgekehrt – jedoch in einer anderen Funktion. Als Stürmer-Trainer steht er Chefcoach Pál Dárdai zur Seite.

Seine Zukunft ist noch ungewiss, doch den Posten des Trainers kann sich der Bosnier durchaus vorstellen. Die Trainerlizenz ist das nächste große Ziel. (cg)