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Mesut Özil und Ilkay Gündogan treffen Recep Tayyip Erdogan – Fußballfans rasten aus: „Wie kann das sein?“

Mesut Özil und Ilkay Gündogan treffen Recep Tayyip Erdogan – Fußballfans rasten aus: „Wie kann das sein?“

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Ilkay Gündogan und Mesut Özil trafen Recep Tayyip Erdogan - anschließend gab es viel Kritik. Foto: Getty images

London. 

Wenn Mesut Özil und Ilkay Gündogan da mal kein gewaltiges Eigentor geschossen haben.

Die beiden deutschen Nationalspieler trafen den umstrittenen türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan bei dessen Besuch in London. Drei Tage verbringt Erdogan in der britischen Hauptstadt. Am Dienstag wird er von Queen Elizabeth II und Premierministerin Theresa May empfangen.

Mesut Özil und Ilkay Gündogan treffen Recep Tayyip Erdogan

Erdogans Partei AKP veröffentlichte umgehend Fotos des Treffens via Twitter. Auch Cenk Tosun vom FC Everton nahm an dem Treffen teil. Alle drei Spieler überreichten dem Präsidenten Trikots aus ihren Vereinen. Auf Gündogans Trikot stand: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“

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Seit Jahren entfernt die Türkei sich unter Erdogans Führung von demokratischen und rechtsstaatlichen Standards. Erdogan leugnet den Völkermord an den Armeniern, schränkt die Presse- und Meinungsfreiheit in seinem Heimatland massiv ein, beleidigt europäische Spitzenpolitiker, will die Todesstrafe in der Türkei wieder einführen und lässt Oppositionelle verfolgen.

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„Vor die PR-Karre des Diktators spannen“

Özil und Gündogan reichten diese Gründe offenbar nicht, um sich mit Erdogan zu treffen (hier alle Einzelheiten zum Treffen). Das brachte viele Fußballfans mächtig auf die Palme.

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„Sich als deutscher Nationalspieler mit Erdogan ablichten zu lassen, ist nicht gerade die beste Idee“, schrieb ein User bei Twitter und fügte hinzu: „Da braucht man sich nicht weiter über die dummen Kommentare zu wundern.“

Ein anderer Nutzer wurde deutlicher: „Da lassen die Herren Özil und Gündogan sich ja mal schön vor die PR-Karre des Diktators spannen.“

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„Zu Özil und Gündogan fällt mir gerade nichts mehr ein“

Ein Twitter-User warf die Frage auf: „Wie kann man einen Autokraten wie Erdogan, der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie mit Füßen tritt, im Wahlkampf unterstützen und gleichzeitig in einem Monat für die deutsche Nationalmannschaft bei der WM auflaufen?“

Wieder ein anderer User konnte kaum fassen, was er da sieht: „Zu Özil und Gündogan fällt mir gerade nichts mehr ein.“

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Özil und Gündogan zählen seit vielen Jahren zum Kreis der deutschen Nationalmannschaft. Am 15. Mai gibt Bundestrainer Joachim Löw den vorläufigen Kader für die WM in Russland im Sommer bekannt. Özil und Gündogan gelten als gesetzt.

Wir haben ein paar der wenigen jugendfreien Kommentare gesammelt:

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