Essen

Nach Özil-Rücktritt: Dieser Spieler trägt künftig die Nummer 10 in der deutschen Nationalmannschaft

Mesut Özil ist aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten.
Mesut Özil ist aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten.
Foto: imago

Essen. Mesut Özil hat mit seinem Rücktritt ordentlich Staub aufgewirbelt. Nach der Erdogan-Affäre sah er sich einer Kampagne ausgesetzt, warf Teilen der deutschen Medienlandschaft Rassismus vor und vermisste den Rückhalt aus dem Lager des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere war ein regelrechter Paukenschlag. Es stand ganz im Gegensatz zur filigranen Spielweise des Mesut Özil, der Deutschland mit seiner Spielübersicht auf der 10er-Position in Brasilien zum WM-Titel verhalf.

Mesut Özils Rolle vakant - Nummer vergeben

Nach der WM-Blamage von 2018 gilt es nun auch das sportliche Erbe von Mesut Özil zu verteilen. Einer der Spieler, die sich auf seiner Stammposition sehen ist Marco Reus von Borussia Dortmund (mehr dazu liest du hier). Allerdings sind auch andere Lösungen im zentralen Mittelfeld denkbar, etwa Julian Draxler oder Ilkay Gündogan.

Doch nicht nur Mesut Özils Position ist vakant. Auch seine Rückennummer wird neu vergeben. Die übernimmt der Leverkusener Julian Brandt, der bei der WM als Joker immerhin Schwung ins deutsche Spiel brachte.

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Verzichtet Löw auf den klassischen Spielmacher?

Die Vergabe der Rückennummer 10 ist allerdings kein Hinweis darauf, dass Julian Brandt Chancen auf die zentrale Position im deutschen Mittelfeld hat. Schließlich ist der 22-Jährige ein klassischer Außenspieler.

„Entscheidend ist, was der Bundestrainer sich für Gedanken macht“, bemerkte Reus zur Özil-Nachfolge. Und dabei ist es auch nicht auszuschließen, dass Löw gar keinen neuen Özil braucht.

Eine Systemumstellung weg vom 4-2-3-1 mit einem Spielmacher im Zentrum der offensiven Mittelfeldreihe scheint gut möglich. Löw hat sich nach der WM selbst von seinem „fast schon arroganten“ Überdrehen des Ballbesitzfußballs distanziert. Er könnte hin zu einem 4-3-3 mit zwei Achtern im Mittelfeld wechseln. Oder zu einem 3-4-3 mit einer Dreierkette in der Abwehr wie beim Gewinn des Confed Cups 2017. In beiden Systemen gäbe es den klassischen Spielmacher nicht mehr. (ak/dpa)

 
 

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