Doppelpass (Sport 1): Experte mit heftiger Forderung – „Ich würde das verbieten“

Alfred Draxler war im Sport-1-Doppelpass.
Alfred Draxler war im Sport-1-Doppelpass.
Foto: IMAGO / Eventpress

Die Bundesliga erlebt ein nie dagewesenes Trainerbeben. Marco Rose, Adi Hütter, Hansi Flick – sie alle sorgten in den vergangenen Tagen und Wochen für Schlagzeilen. Der Doppelpass (Sport 1) diskutiert die Trainerentwicklung mit einigen Sorgenfalten.

Ein Experte stellt im Doppelpass sogar eine heftige Forderung in den Raum.

Doppelpass (Sport 1): Haben die Trainer zu viel Macht?

Den Anfang machte Marco Rose, der via Ausstiegsklausel im Sommer von Gladbach nach Dortmund wechselt. Es folgte Adi Hütter, der nach mehreren Bekenntnissen zu Frankfurt nun doch nach Gladbach wechselt – ebenfalls möglich durch eine Klausel.

Mit Hansi Flick gibt es einen weiteren Trainer, der beim FC Bayern München vorzeitig raus will aus seinem Vertrag. „Die Entwicklung macht mir mittlerweile Sorgen“, stellt Stefan Effenberg beispielsweise klar.

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Das ist der Doppelpass

  • Am 3. September 1995 war der Doppelpass erstmals auf Sendung
  • Von 1995 bis 2004 moderierte Rudi Brückner die Show
  • 2004 übernahm schließlich Jörg Wontorra, der 2015 seinen Abschied bekannt gab
  • 2015 übernahm Thomas Helmer, der vorher mehrere Jahre als Experte gedient hatte
  • Jeden Sonntag diskutiert eine Runde aus Experten den Bundesliga-Spieltag
  • Die Experten sind Journalisten, Vereinsvertreter oder auch ehemalige Fußballer

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Verträge würden nicht mehr eingehalten. „Ob das für eine mittel- oder langfristige Zusammenarbeit gut ist, wage ich zu bezweifeln“, echauffiert er sich. Dem pflichtet Alfred Draxler bei. Bei Spielern seien vorzeitige Abgänge zwar gang und gäbe.

Aber wenn nun auch noch Trainer, die aus seiner Sicht im Verein am wichtigsten seien und ein Vorbildfunktion haben, damit anfangen, befürchte er, dass „Verträge bald nichts mehr wert sind und alle damit brechen.“

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„Deswegen wäre ich dafür, Ausstiegsklauseln bei Trainern zu verbieten“, lautet die heftige Forderung des Sport-1-Experten, von der nicht alle anwesenden Gäste überzeugt sind.

Ex-Bundesliga-Trainer Armin Veh beispielsweise spricht sich gegen ein Verbot aus, betont aber, dass Vereine Trainer schlicht nicht nehmen sollten, wenn diese auf eine Klausel im Vertrag bestehen. „Du hast ja immer die Möglichkeit, das zu tun, was du willst.“

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Doppelpass: Veh sieht kein Problem in Ausstiegsklauseln

Im Verhalten von Hütter und auch Rose sieht er dagegen kein Problem. „Wenn sie diese Klausel haben, verstoßen sie gegen nichts“, meint Veh. Rose wechselt für fünf Millionen Euro zu Borussia Dortmund und soll die Schwarzgelben wieder nach oben führen.

Im Gegenzug holt Gladbach Hütter aus Frankfurt und legt dafür sogar 7,5 Millionen Euro auf den Tisch. (mh)