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DFB-Zoff geht in die nächste Runde! Völler schießt gegen Vizepräsident – „Geht überhaupt nicht“

Beim DFB kracht es gewaltig! Nach der derben Kritik von DFB-Vize Ralph-Uwe Schaffert kontert Rudi Völler nun die Aussagen deutlich.

© IMAGO/Chai v.d. Laage

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Beim DFB kehrt einfach keine Ruhe ein! Das Jahr der Heim-EM steht vor der Tür, doch von Geschlossenheit und voller Konzentration auf das große Highlight fehlt bislang jede Spur. Erneut gehen sich zwei DFB-Bosse gegenseitig an.

Sportdirektor Rudi Völler hat sich nun öffentlich zu der heftigen Kritik von DFB-Vizepräsident Ralph-Uwe Schaffert geäußert. Schaffert hatte sich deutlich über die aktuellen Nationalspieler geäußert – vor allem Joshua Kimmich und Ilkay Gündogan haben es richtig abbekommen.

DFB: Schaffert schießt gegen Gündogan und Kimmich

Zum Ende eines ohnehin schon turbulenten Jahres wird es noch einmal ungemütlich beim DFB. Mit deutlichen Worten hat Verbands-Vize Ralph-Uwe Schaffert die Einstellung der deutschen Nationalspieler kritisiert.

„Es wäre mal an der Zeit, das spielende Personal radikal zu wechseln. Weil ich doch bei einer nicht ganz geringen Anzahl der zurzeit tätigen Spieler das Gefühl habe, dass man meint, vielleicht mit 85 Prozent des möglichen Einsatzes auf dem Platz auskommen zu können“, sagte der 67-Jährige in einem Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und der „Neuen Presse“.

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Dabei ging Schaffert auch einzelne Akteure deutlich an. So werde Kimmich immer als Führungsspieler bezeichnet, aber „den Beweis ist er bisher schuldig geblieben – auch im Verein“, sagte Schaffert. Noch deutlicher wurde er bei Kapitän Gündogan. Dieser spiele beim FC Barcelona zwar „seltsamerweise überragend“, bei seinen Auftritten in der Nationalmannschaft könne man aber auf die Idee kommen, dass Gündogan „seinen minderbegabten Zwillingsbruder geschickt“ habe.

„Geht überhaupt nicht“

Die Reaktion aus der Sportlichen Leitung ließ nicht lange auf sich warten. „Im DFB hat jeder seine Aufgabe“, betonte Völler am Donnerstag gegenüber der „Bild“. „Es ist schön, dass die Nationalmannschaft alle interessiert, und Kritik ist nach den letzten Spielen völlig in Ordnung. Aber die Art und Weise, unsere wichtigen Spieler so überzogen zu kritisieren, geht überhaupt nicht“, so Völler.


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Völler kündigte zudem an, das Gespräch mit Schaffert suchen zu wollen. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass er das wirklich so gemeint hat“, so der 63-Jährige. „Gerne werde ich ihm das noch mal bei einer Tasse Kaffee erklären.“ – Es brodelt beim DFB!