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WM 2022: Klopp hat genug von Kritik – „Die Spieler waren damals Kinder!“

Jürgen Klopp hat sich in einem Interview zu der Kritik an der WM 2022 in Katar geäußert und dabei die Spieler in Schutz genommen

© imago images/PA Images

Katar: Arbeitsmigranten beklagen Ausbeutung und Missbrauch

Das Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft, Katar, steht wegen seines Umgangs mit Arbeitsmigranten international massiv in der Kritik. AFPTV hat sich auf die Spuren von ehemaligen Arbeitern aus Bangladesch und den Philippinen begeben.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde viel über die WM 2022 in Katar gesprochen. Dabei stehen besonders das Gastgeberland Katar, aber auch die FIFA für die Vergabe in der Kritik. In den vergangenen Tagen wurden allerdings auch immer häufiger die Spieler auf dem Platz zur Zielscheibe der negativen Berichterstattung.

Dass plötzlich auch die Teilnehmer der WM 2022 ins Visier der Journalisten geraten, missfällt besonders einem: Jürgen Klopp. Das hat der Trainer nun in einem Interview verraten.

WM 2022: Klopp spricht über Kritik

In einem Interview beim Podcast „Ball you need is love“ von Arnd Zeigler hat sich Jürgen Klopp zu der Kritik an der Weltmeisterschaft in Katar geäußert. „Damals war es klar, dass es nicht anders geht“, sagte der Star-Trainer über den Bau der Stadien in Katar bei klimatisch schwierigen Bedingungen.

Dann ergänzt er: „Und jetzt auf einmal stellen sie fest, ja da sind 6.500 Leute gestorben. Das ist eine Katastrophe. Eine Katastrophe! Aber da stehen auch Hotels überall und die sind auch nicht einfach so entstanden. Die sind auch bei großer Hitze gebaut worden. Also, dass das nicht geht unter unserer normalen Sichtweise, war vollkommen klar.“

WM 2022: Klopp nimmt Spieler in Schutz

Im Anschluss ging Klopp dann auch auf die Kritik an den Spielern ein. „Ich sage nicht, dass die Journalisten es hätten verhindern können. Natürlich nicht. Nur jetzt Geschichten daraus zu generieren, was wir dazu sagen, zwölf Jahre nachdem der Schlamassel passiert ist … die Spieler waren damals Kinder!“, macht der Trainer unmissverständlich klar und nimmt sie damit in Schutz. Im Anschluss begründete er seine Sichtweise.


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„Die wussten gar nicht, dass sie mit der WM irgendwas zu tun haben und jetzt sollen die heute auf einmal sagen, ich steh für dies ein, ich steh für das ein“, erklärt der 55-Jährige und wiederholte anschließend die Forderung der Medien und Fans. „Die sollen dahin gehen und Fußball spielen. Und zwar den Besten, den sie können“, meinte der ehemalige BVB-Coach abschließend.