Dortmund

Eklat um Franck Ribery nach Dortmund - Bayern: Kein Bambi für Ribery – und er reißt noch einen Teamkollegen mit hinein

Franck Ribery.
Franck Ribery.
Foto: imago

Dortmund. Franck Ribery (35) hat nach dem Spiel Dortmund gegen Bayern für einen neuen Eklat beim Rekordmeister gesorgt.

Der Superstar soll den französischen TV-Experten Patrick Guillou (48) nach der bitteren Pleite beim BVB geohrfeigt haben.

Überblick

  • Nach dem verlorenen Duell gegen Borussia Dortmund soll FC-Bayern-Star Franck Ribery einen französischen Experten körperlich attackiert haben
  • Der FC Bayern München hat den Vorfall bestätigt
  • Fußballfans fordern Konsequenzen für Franck Ribery
  • Auch der TV-Sender Bein Sports hat sich nun zu Wort gemeldet
  • Bei den Bayern soll sich Uli Hoeneß höchstpersönlich um die Angelegenheit kümmern

+++ Donnerstag, 15. November:

Pizarro bekommt wohl Sport-Bambi

Laut „Bild“ soll Claudio Pizarro den Sport-Bambi nun verliehen bekommen. Der Ex-Spieler von Bayern München ist der ausländische Spieler mit den meisten Einsätzen in der Bundesliga und den meisten Toren. Er ist auch mit 40 noch in Diensten von Werder Bremen aktiv.

Ribery entschuldigt sich bei TV-Moderator Guillou +++

Franck Ribery soll sich bei dem persönlichen Treffen am Mittwoch in München persönlich bei dem französischen TV-Experten Patrick Guillou für die Auseinandersetzung nach dem Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund (2:3) entschuldigt haben. Das berichtet der „kicker“.

An dem Treffen sollen auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic teilgenommen haben. Die Bayern gaben am Mittwochabend zunächst keinen neuen Sachstand bekannt. Salihamidzic hatte zuvor der Bild-Zeitung eine „Auseinandersetzung“ bestätigt und ein gemeinsames Gespräch angekündigt.

Kein Sport-Bambi für Franck Ribery – und auch nicht für Arjen Robben

Die Entschuldigung reichte jedoch offenbar nicht, um den „Sport-Bambi“ verliehen zu bekommen, den Franck Ribery eigentlich hätte erhalten sollen.

Doch die Jury hat sich wenige Tage vor der Gala umentschieden. „Arjen Robben und Franck Ribery sollten ursprünglich einen Bambi erhalten für ihre außergewöhnlichen Leistungen als eines der kreativsten Spieler-Duos der Bundesliga“, teilte Hubert Burda Media am Donnerstag mit. Man habe sich gegen die Verleihung entschieden, nachdem Ribery einen Journalisten nach der Niederlage bei Borussia Dortmund körperlich attackiert habe.

„Ein solches Verhalten gegenüber Vertretern der Medien können wir als journalistisches Haus nicht akzeptieren. Es tut uns Leid, dass ein großartiger Sportler wie Arjen Robben von dieser Entscheidung mit betroffen ist.“ Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet. Der Bambi wird am Freitag zum 70. Mal in Berlin verliehen.

+++ Mittwoch, 14. November: Gespräch am Mittwoch an der Säbener Straße +++

Wie die Bild berichtet, findet das Treffen mit Uli Hoeneß, Hasan Salihamidzic, Franck Ribery und Patrick Guillou am Mittwoch an der Säbener Straße statt. Guillou und sein Kollege Jean-Charles Sabattier sollen am Vormittag bereits in der Geschäftstelle eingetroffen sein.

+++ Dienstag, 13. November: Uli Hoeneß kümmert sich höchstpersönlich um die Angelegenheit – auch um einen zweiten „Vorfall“?+++

Wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic mitgeteilt haben soll, wird sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß höchstpersönlich um die Angelegenheit kümmern, um sie „aus der Welt zu schaffen."

Das Treffen mit Hoeneß, Salihamidzic, Ribery und Guillou soll laut Bild-Informationen noch in dieser Woche stattfinden. Dann soll eine Entscheidung getroffen werden, ob es vom FC Bayern für Ribery Konsequenzen für sein Verhalten geben wird.

Ob dabei auch ein weiterer „Vorfall“ zur Sprache kommt. Wie die Zeitung berichtet, soll Ribery erst kürzlich in der Bayern-Kabine an der Säbener Straße eine Auseinandersetzung mit dem Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi gehabt haben.

TV-Sender meldet sich zu Wort

Nun hat sich auch der Sender Bein Sports France, für den Patrick Guillou arbeitet, zum Vorfall geäußert. Auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur spricht der Sender von „beleidigenden Äußerungen" gegenüber dem Journalisten und bestätigt auch, dass er körperlich angegriffen worden sei.

Weiter heißt es: "Bein Sports hat sich während des Wochenendes mit Bayern München unterhalten und hofft, diesen Streit so bald wie möglich lösen zu können.

Zudem stellt sich das Unternehmen hinter seinen Mitarbeiter und erklärt: „Der Sender verurteilt jegliche Art von Gewalt und begrüßt die Haltung von Patrick bei diesem bedauernswerten Zwischenfall."

+++ Montag, 12. November: Franck Ribery soll nach Bayern-Pleite in Dortmund drei Mal zugeschlagen haben +++

Franck Ribery soll seinen Landsmann Patrick Guillou zunächst beschimpft haben. Anschließend soll der 35-Jährige ihm drei Mal mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und dann vor die Brust gestoßen haben. Das berichtete zuerst die „Bild-Zeitung“ (Bezahlinhalt).

Angeblich soll Guillou ihn zuvor für zwei Gegentore der Bayern in Dortmund mitverantwortlich gemacht haben. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, stehen die Bayern-Bosse unter Zugzwang. Was Sportdirektor Hasan Salihamidzic über den Eklat um Franck Ribery sagt, erfährst du hier >>>

Gilt Artikel 1 des Grundgesetztes auch für Bayern-Stars?

Schließlich hatten Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic bei ihrer denkwürdigen Wut-PK im Oktober kräftig mit der Moralkeule geschwungen.

+++ FC Bayern München: Hoeneß, Rummenigge und Co. ledern gegen Medien und Kritiker - so spektakulär war die irre PK +++

Man fühlte sich von Kritikern und Medien ungerecht behandelt. Rummenigge zitierte gar Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Rummenigge kündigten deshalb an, dass die Bayern-Bosse bei einzelnen Medien „in nächster Zeit genauer hinschauen“ und juristisch gegen Journalisten vorgehen werden. Ob das auch für Franck Ribery gilt?

Missverständnis von Franck Ribery?

Nach dem Eklat in Dortmund mutmaßt ein Twitter-User: „Ich glaube, Ribery hat das 'was wir gegen die Presse vorgehen' zu wörtlich genommen.“

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Die Stationen in der Karriere von Franck Ribery:

  • 2000-2002 :US Boulogne
  • 2002-2003: Olympique Alès
  • 2003-2004: Stade Brest
  • 2004-2005: FC Metz
  • 2005: Galatasaray Istanbul
  • 2005-2007 Olympique Marseille
  • 2007- heute: FC Bayern München

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+++ Ex-BVB-Trainer Hitzfeld über die irre PK des FC Bayern München: „Salihamidzic wäre besser nicht dabei gewesen“ +++

Ein anderer erinnerte unfaire Aktionen des Bayern-Stars in der Vergangenheit und scherzte: „Zu seiner Verteidigung: Vielleicht hat er ihn für einen Gegenspieler gehalten.“

Fans fordern Konsequenzen für Ribery

Insbesondere wegen der Ansage aus der PK, fordern viele Fußballfans nun harte Konsequenzen für Franck Ribery.

Nicht nur Franck Ribery ist rund um das Topspiel in Dortmund ausgerastet. Auch seine Frau Wahiba Ribery sorgte bei Instagram für einen Eklat. Mehr dazu erfährst du hier >>> (mit cs/lin/dpa/sid)

 
 

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