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Borussia Dortmund vs. FC Bayern München: Augenwischerei! Warum der Transfer-Sommer ganz nach dem Geschmack der Bayern verläuft

Borussia Dortmund oder FC Bayern München - wer hat derzeit den besten Kader in Deutschland?
Borussia Dortmund oder FC Bayern München - wer hat derzeit den besten Kader in Deutschland?
Foto: imago sportfotodienst

Dortmund. Ungewohntes Stimmungsbild in Fußball-Deutschland! Für einen großen Teil der Fans ist derzeit ausnahmsweise mal nicht der FC Bayern München der Favorit auf die Meisterschaft, sondern Borussia Dortmund.

Die landläufige Meinung: Während der BVB sich in diesem Sommer mit mehreren Top-Spielern verstärkte, tritt der FC Bayern München in Sachen Neuverpflichtungen bisher auf der Stelle. Daher habe der Kader von Borussia Dortmund aktuell die größere Meister-Reife, glauben viele Fans. Eine mehr als gewagte These, über die der FC Bayern sich mächtig freut – aus gutem Grund!

Borussia Dortmund oder FC Bayern: Wer ist stärker?

Gewiss: Die Bayern hätten nur zu gerne bereits einen Flügelstürmer verpflichtet, um die Abgänge von Arjen Robben und Franck Ribery aufzufangen. Und die Münchner werden in den eineinhalb Monaten, in denen das Transferfenster weiterhin geöffnet ist, sicher noch einen solchen Angreifer finden.

Doch selbst wenn ihnen das nicht gelingen sollte, hätten die Bayern einen Kader, mit dem sie als Titelfavorit in die Bundesliga-Saison gehen. Wir sprechen hier schließlich immer noch von den Bayern, die in der vergangenen Rückrunde die Bundesliga an die Wand gespielt und eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt hatten.

FCB immer noch meisterlich

Mit Robben und Ribery verließen den FC Bayern zwar zwei große Namen. Doch weder der Holländer noch der Franzose spielten in der zurückliegenden Saison bei den Bayern eine zentrale Rolle. Diese Abgänge kann der Meister sehr gut verschmerzen.

Aus dem Stammgerüst des Bayern-Kaders aus der Vorsaison haben im Sommer nur zwei Spieler den Club verlassen: James Rodriguez und Mats Hummels. Mit Thomas Müller, Corentin Tolisso oder auch Thiago haben die Bayern schon jetzt genug Stars, die Rodriguez im kreativen Offensiv-Zentrum ersetzen können. Und mit den Verpflichtungen von Lucas Hernandez und Benjamin Pavard haben die Münchner den Hummels-Abgang mehr als nur kompensiert.

Münchner nehmen Verfolger-Rolle gerne an

Einige Fußballfans in Deutschland mögen hämisch über die bisherigen Transferpleiten der Bayern lachen. Die Bayern wird das herzlich wenig tangieren – oder mehr noch: Den Münchnern gefällt das aktuelle Stimmungsbild in Fußball-Deutschland womöglich sogar ganz gut.

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Denn die Bundesliga-Fans feiern den BVB für die vielen Top-Transfers und machen Borussia Dortmund daher zum Titelkandidat Nummer eins. Plötzlich sind alle Augen auf den BVB gerichtet. Der Druck für die Borussia steigt, während die Bayern aus der Schusslinie gehen und die angenehme Verfolger-Rolle einnehmen. Mit genau jener Gemengelage schien die junge Dortmunder Mannschaft in der Vorsaison ihre Probleme zu haben, als der BVB plötzlich neun Punkte Vorsprung auf die Bayern hatte.

Schlagen die BVB-Neuzugänge ein?

Und nur weil der BVB in diesem Sommer mehrere gute Einzelspieler verpflichtet hat, heißt das doch noch lange nicht, dass die Dortmunder Mannschaft so viel besser geworden ist. Die Neuen bei der Borussia müssen erst noch beweisen, dass sie ins Favre-System passen. Die Bayern hingegen haben bereits einen Kader, der in diesem Jahr unter Beweis stellte, dass er funktioniert.

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Wie sieht das Kräfteverhältnis zwischen BVB und Bayern also wirklich aus? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir wohl noch warten. Aber zum Glück nicht allzu lange. Schon in gut zwei Wochen steigt der Supercup. Dann wissen wir hoffentlich etwas mehr.

Borussia Dortmund: Die bisherigen Sommer-Neuzugänge

  • Mats Hummels
    Kam für 30,5 Mio. Euro vom FC Bayern
  • Nico Schulz
    Kam für 25,5 Mio. Euro von 1899 Hoffenheim
  • Thorgan Hazard
    Kam für 25,5 Mio. Euro von Borussia Mönchengladbach
  • Julian Brandt
    Kam für 25 Mio. Euro von Bayer Leverkusen

FC Bayern: Die bisherigen Sommer-Neuzugänge

  • Lucas Hernandez
    Kam für 80 Mio. Euro von Atletico Madrid
  • Benjamin Pavard
    Kam für 35 Mio. Euro vom VfB Stuttgart
  • Jann-Fiete Arp
    Kam für 3 Mio. Euro vom Hamburger SV
 
 

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